Körperliche Erkrankungen im Alter machen psychisch krank
veröffentlicht am 30.03.2007

Psychische Leiden bei älteren Menschen sind häufig auf körperliche Krankheiten zurückzuführen: Nach einem Schlaganfall erleiden 20 bis 40 Prozent der Betroffenen eine Depression, wie der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie, Martin Haupt, erklärt. Auch die Alterskrankheit Typ-II-Diabetes gehe mit depressiven Begleitsymptomen einher und begünstige eine spätere Demenz-Erkrankung.
Frankfurt - Psychische Leiden bei älteren Menschen sind häufig auf körperliche Krankheiten zurückzuführen: Nach einem Schlaganfall erleiden 20 bis 40 Prozent der Betroffenen eine Depression, wie der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie, Martin Haupt, erklärt. Auch die Alterskrankheit Typ-II-Diabetes gehe mit depressiven Begleitsymptomen einher und begünstige eine spätere Demenz-Erkrankung.
Diese Erkenntnisse müssten bei der Versorgung älterer Menschen stärker berücksichtigt werden. «Wir werden zwar immer älter, müssen aber zugleich feststellen, dass sich die Zeitspanne mit hoher Lebensqualität nicht in gleichem Maße verlängert hat», betont Haupt.
Mit zunehmendem Alter steige die Wahrscheinlichkeit, schwerwiegende Erkrankungen zu erleiden, die psychische Leiden nach sich ziehen könnten. Mehr als 20 Prozent der über 65-Jährigen litten schon heute an psychischen Störungen, insbesondere an Demenzerkrankungen, Depressionen, Angst und Medikamentenmissbrauch. Zum einen werde die Vorbeugung von körperlichen Erkrankungen immer wichtiger, zum anderen müsse die medizinisch-psychiatrische Betreuung kranker älterer Menschen weiter verbessert und die Zusammenarbeit verschiedener ärztlicher Fachgruppen intensiviert werden, erläutert Haupt.
(© AP)



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