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Das Online-Magazin zum Thema Internet-Gesellschaft

Erschienen am: Dienstag, den 30. März 2004


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Schweiz: Vier von zehn Internetuser wurden bereits durch Viren geschädigt
30.03.2004 15:00 Uhr


Zürich - Durchschnittlich knapp 40 Prozent der Internetnutzer haben aufgrund von Viren oder Würmern schon einmal konkrete Schäden erlitten, so das Ergebnis einer vom Schweizer Internet-Provider "bluewin" in Auftrag gegebenen Studie zum Thema "Internet-Sicherheit, Spam und Viren".

Im Rahmen der Studie wurde untersucht, welche Auswirkungen Viren, Würmer und Spamming auf das Verhalten der Internetuser in der Schweiz hat. Die Ergebnisse der Studie zeigen eine stärkere Sensibilisierung für die Gefahren im Netz und die Schutzmöglichkeiten. Dieses Wissen hat jedoch bei einer Mehrheit der Befragten noch nicht zu einer konsequenten Verhaltensänderung geführt.


Die Ergebnisse im Detail:

Durchschnittlich knapp 40 Prozent der Internetnutzer haben aufgrund von Viren oder Würmern konkrete Schäden erlitten: Der Verlust von Daten oder Softwareschäden sind die beiden meist genannten Folgen dieser Attacken im Netz. Konsequenterweise werden darum Viren auch als größte Gefahr für das Internet eingeschätzt (90%), gefolgt von Hackerangriffen (65.6%), Spam (54.7%) und der Schnüffelei durch Private (47%) und den Staat (24.9%). "Die Ergebnisse haben unsere eigenen Analysen bestätigt. Uns scheint es entscheidend zu sein, das Zusammenspiel von Viren und Spam-Mails noch klarer herauszustreichen", erklärt Charles d'Heureuse, Chief Technology Officer von bluewin.


Spamming nervt, aber...

Die unerwünscht zugesandten E-Mails, sogenannte Spam-Mails werden von über 80% der Surfer als Belästigung empfunden. Die Schätzungen über Anteil der Spam-Mails am eigenen Mailverkehr variieren je nach Provider: Im Schnitt gehen Dreiviertel der Befragten davon aus, dass etwa jede dritte E-Mail unerwünscht ist. Demgegenüber hat aber jeder siebte Mann und jede zehnte Frau schon einmal aufgrund einer Spam-Mail online bestellt oder eingekauft. Diese Quote ist bei Internetusern bis 29 Jahre markant tiefer, bei Usern über 50 Jahren jedoch signifikant höher. Zu den bevorzugten Produkten, die aufgrund von Spam-Mails bestellt wurden gehören Software, DVDs und Bücher.


Ein Umdenken hat eingesetzt

Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, aufgrund der Virengefahr und der Spam-Attacken das Internet anders zu nutzen als früher. E-Mails werden nicht mehr einfach geöffnet, wenn sie unbekannten Ursprungs sind (meist genannte Verhaltensänderung mit 48.7%); nur jeder Vierte setzt dagegen Anti-Virensoftware, nur jeder Achte eine Firewall und nur jeder Zwölfte einen Spamfilter ein.

Hier besteht eine klare Differenz zwischen dem Wissen um den Sinn dieser Maßnahmen und dem effektiven Handeln. "Dieser Widerspruch überrascht nicht. Oft ist erst die eigene leidvolle Erfahrung Auslöser dafür, selbst aktiv zu werden und die vorhandenen Filter und Programme konsequent einzusetzen", beurteilt d'Heureuse die Resultate. "Hier besteht weiterhin Aufklärungsbedarf."


Wer soll es nun richten?

Auf die Frage, wer sich denn um das Problem von Viren, Spamming & Co. kümmern soll (Mehrfachnennung möglich), gaben 90% der Befragten ihren Internetprovider an. Jeder zweite Befragte ist der Meinung, selbst (mit)verantwortlich zu sein und jeder Vierte sieht eine Verpflichtung beim Staat. "Wie bei verschiedenen anderen Sicherheitsthemen im Alltag, verspricht auch hier eine Mischung aus passiver und aktiver Sicherheit den größten Erfolg", erklärt d'Heureuse. Technologische Unterstützung bieten die Provider mit Spamfiltern, Firewalls auf Hard- und Software-Basis oder die verschiedenen Anbieter von Virenschutzprogrammen. Das Surfverhalten und die Bereitschaft, seine Daten irgendwo zu registrieren, beeinflussen das individuelle Gefahrenpotential der Surfer aber mindestens so stark. "Wie bei vielen anderen Lebensbereichen, wo eigenes Verhalten über den Sicherheitsgrad entscheidet - wie beispielsweise im Verkehr - muss auch den Internetusern verstärkt ihre eigenen Möglichkeiten zur Reduktion des Gefahrenpotenzials aufgezeigt werden," meint d'Heureuse.


Links
www.bluewinag.com


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