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30. Januar 2007

Kein "Reinheitsgebot" für Wodka



Brüssel - Viele Wodka-Hersteller in der Europäischen Union können aufatmen: Für das immer beliebtere Alkoholgetränk soll es auch künftig kein EU-weites "Reinheitsgebot" geben. Eine entsprechende Forderung Polens und der baltischen Staaten fand am Dienstag im Ausschuss für Lebensmittelsicherheit des Europaparlaments keine Mehrheit. Polen und Balten hatten gefordert, dass der Schnaps nur dann als Wodka vermarktet werden darf, wenn er ausschließlich aus den traditionellen Rohstoffen - Getreide und Kartoffeln - hergestellt wurde.

Die in Brüssel versammelten Abgeordneten einigten sich stattdessen auf einen Kompromiss: Demnach dürfen beim Brennen von Wodka auch andere Substanzen verwendet werden, etwa Melasse, die bei der Herstellung von Zucker anfällt. Dies muss dann allerdings auf dem Etikett der Flaschen angeben werden.

Auf Ablehnung stieß im Ausschuss ein Vorschlag der EU-Kommission, bei Spirituosen auch aromatisierende Zusatzstoffe zuzulassen. "Wir wollen die traditionellen Obstbrände von hoher Qualität" erhalten, betonte der CDU-Angeordnete Horst Schnellhardt. Dies sichere auch kleineren deutschen Brennereien eine Überlebenschance. Das Plenum des Europaparlaments soll über die neue EU-Verordnung im März abstimmen. (dg)




 

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