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Freitag, der 29. Dezember 2006
Merkels Neujahrsansprache stößt auf wenig Interesse





Leipzig - Die große Mehrheit der Bürger, über 60 Prozent, ist nicht an der Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin interessiert. Aber immerhin jeder fünfte (19 Prozent) will sich am Silvesterabend unbedingt die Ansprache im Fernsehen anschauen. Ein weiteres Fünftel (19 Prozent) wird vielleicht Angela Merkels (CDU) Worten lauschen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Das ergab eine Umfrage der Leipziger Volkszeitung (Samstagausgabe).

Dabei ist das Interesse an Merkels Rede in den neuen Bundesländern größer als in den alten. So wollen sich 23 Prozent der Ostdeutschen die Neujahrsansprache anschauen, aber nur 18 Prozent im Westen. Generell ist das Interesse bei den 18- bis 29-Jährigen besonders gering (7 Prozent). Am größten ist es bei den über 50-Jährigen mit 30 Prozent.

Differenziert nach sozialen Gruppen neigen die Arbeiter am wenigsten dazu, der Rede der Kanzlerin zu folgen (9 Prozent), die Rentner am meisten (38 Prozent). Sie sind das dankbarste Publikum. Die Hälfte der Deutschen sieht in der Neujahrsansprache der Kanzlerin eine Tradition, die keiner braucht. 46 Prozent stufen die Rede als Werbeveranstaltung für die eigene Politik ein.

Ein Drittel allerdings betrachtet die Ansprache als wichtige Form der Kommunikation zwischen Regierung und Bürgern, darunter vor allem junge Leute und die über 50-Jährigen. Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) würdigt die Rede als Symbol dafür, dass die Kanzlerin mitten im Volk verankert ist. Und ein Fünftel (21 Prozent) betrachtet die Ansprache sogar als eine wichtige psychologische Stütze, die vielen Menschen hilft.



Montag, 01. Dez. 2008







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