Mit einem Walzer hat Bundespräsident Horst Köhler am Freitagabend den 57. Bundespresseball in Berlin eröffnet. Zum ersten Tanz führte er die Frau des Vorsitzenden der Bundespressekonferenz, Ursula Gößling, auf das Parkett. Zu den Gästen des Balls zählten unter anderen die Kabinettsmitglieder Frank-Walter Steinmeier, Ursula von der Leyen, Peer Steinbrück, Ulla Schmidt, Ilse Aigner und Brigitte Zypries. Dagegen fehlte Kanzlerin Angela Merkel wie bereits in den Vorjahren.
Der Ball, der zum zehnten Mal in Berlin stieg, stand in diesem Jahr unter dem Motto «Metropoly». Wegen des 10. Jubiläums in der Hauptstadt stehe das Thema Metropole im Vordergrund, begründeten die Veranstalter die Wahl.
Insgesamt kamen zu dem gesellschaftlichen Großereignis in das Hotel Intercontinental 2.800 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien - und damit rund 300 mehr als in den Vorjahren. Merkel hatte bereits in den Vorjahren deutlich gemacht, Bälle nicht allzu gern zu mögen. Es gebe auch andere kulturelle Höhepunkte, hatte sie ihre Absage 2007 begründet.
Gekommen waren dagegen der ehemalige Außenminister Joschka Fischer und seine Frau Minu. Zudem war der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber gekommen. Ein Höhepunkt sollte nach Mitternacht der Auftritt der britischen Rockband Status Quo sein.
Vor und hinter den Kulissen waren rund 900 Mitarbeiter, darunter 140 Köche, im Fünf-Sterne-Hotel im Einsatz. Serviert wurden unter anderem 6.000 Austern, 100 Kilogramm Riesengarnelen und 250 Stück Kalbsfilet. 18.000 Stück Sushi wurden für den Abend gerollt. Traditionell gab es auch Currywürste.
Die Eintrittskarten zum Preis für 350 Euro für eine Flanierkarte und 590 Euro für einen Tischplatz im Ballsaal waren seit September ausverkauft. Der Etat für den Ball betrug erneut rund eine Million Euro. Er wurde ausschließlich aus Eintritts- und Sponsorengeldern aufgebracht.
