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29. November 2008
BND-Mitarbeiter aus dem Kosovo ausgeflogen


Berlin - Die Bundesregierung hat die Freilassung der drei im Kosovo vorübergehend in Untersuchungshaft genommenen Deutschen begrüßt. Sie sei immer von ihrer Unschuld überzeugt gewesen, erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg am Samstag in Berlin. Die Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes, die eines Bombenanschlags verdächtigt worden waren, flogen am Morgen aus Pristina ab.

Über ihr Ziel wurde nichts bekannt. Seit ihrer Freilassung am Freitagabend waren sie vom Auswärtigen Amt konsularisch betreut worden. Ein UN-Gericht im Kosovo hatte keinen hinreichenden Tatverdacht erkennen können. Die drei BND-Leute waren in der vergangenen Woche festgenommen worden. Regierung und Justiz im Kosovo warfen ihnen vor, einen Anschlag auf die Internationale Verwaltungsbehörde in Pristina verübt zu haben. Steg hatte am Freitag ihre unverzügliche Freilassung gefordert. Die Parlamentarische Kontrollkommission des Bundestags habe «mit bemerkenswerter Klarheit» festgestellt, dass sie in keiner Weise in terroristische Aktionen verstrickt gewesen seien.

Die Haltung der Bundesregierung stößt laut «Süddeutscher Zeitung» bei BND-Vertretern auf Kritik. «Diese Reaktion kam viel zu spät», zitierte das Blatt einen Nachrichtendienstler. Außerdem hätte die Regierung schärfer vorgehen können. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Geheimdienstexperte Bernd Schmidbauer sagte der Zeitung: «Ein besseres Krisenmanagement der Bundesregierung wäre wünschenswert gewesen.»








 
 



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