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Medienwirtschaft hofft auf TV und Web
29. November 2004 - 13:02 Uhr

München (www.ne-na.de) - Den großen wirtschaftlichen Aufschwung wird es nach einem Bericht der Agentur Pressetext Austria in der deutschen Medienwirtschaft 2005 wohl noch nicht geben, aber die Erholung hält weiter an. Das zeigt die Meta-Studie "Mediatrend 2005" des MedienRat-Instituts. Das Institut hatte in den letzten Wochen führende deutsche Media-Experten, Consultants, Medienanalysten und Medienwirtschaftler nach ihrer Prognose zur Entwicklung der Medienwirtschaft 2005 befragt. Ausschlaggebend war dabei der Meta-Ansatz - der Versuch, aus der Einschätzung verschiedener Fachrichtungen ein Gesamtbild zu bekommen.

Mit einer "leichten Konsolidierung" rechnen rund zwei Drittel der Befragten. Im Gegensatz zum Mediatrend des letzten Jahres halten diesmal hingegen einige Teilnehmer auch ein stärkeres Wachstum für wahrscheinlich. Der Mittelwert der Schätzungen betrage 2,3 Prozent. Die positivsten Erwartungen haben die Fachleute an Fernsehen, Internet und Mehrwertdienste. "Ich rechne mit einer Verschiebung der Media-Etats hin zu eigenen TV-Produktionen, die teils im herkömmlichen Fernsehen, zu einem stark wachsenden Teil auch als IP-TV-Sender vorwiegend im Medium Internet laufen werden. Diese Technologie erreicht derzeit mit guter Bildqualität rund 5,5 Millionen Besitzer von DSL-Anschlüssen", so die Einschätzung von Heiner Sieger, Medienexperte aus München. Sie erlaube es, gezielt Programme für spezielle Zielgruppen zu entwickeln, zu senden und zu vermarkten. "Beispiele sind Spartensender wie 'dogs-stories.com', 'Travelguide-TV.com', 'Musical-TV.com' oder Markensender wie 'Seat-TV'", führt Sieger aus.

Das MedienRat-Institut wurde Anfang 2003 in München gegründet. Es besteht aus einem Netz von Journalisten und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland. Sein Ziel ist es, das Niveau des deutschen Journalismus anzuheben.



Montag, 01. Dez. 2008







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