Berlin - Teure High-End-Geräte wie Smartphones werden häufig aufgrund des hohen Kostenrisikos von Fachhändlern nicht in ihr Programm aufgenommen. Preissenkungen der Hersteller sind allerdings nicht die primäre Lösung zur Absatzföderung. Vielmehr sehen die Fachhändler vor allem einen Bedarf an Schulungen sowie der Bereitstellung von vergünstigten Vorführmodellen. Das ergab eine Online-Befragung des Marktforschungsunternehmens TNS Infratest.
Demnach kennzeichnen die technische Komplexität, der hohe Beratungsaufwand sowie die in der Regel hohen Anschaffungskosten für den Endverbraucher den Markt der Smartphones. "Umstände, die dazu führen, dass technisch brillante Geräte in der Regel gar nicht erst im Handel angeboten werden", so Ulrich Maier, Marktforscher bei TNS Infratest und verantwortlicher Studienleiter.
Die Befragung ergab, dass aus Sicht der Fachhändler der Abverkauf von Smartphones im Handel nur optimiert werden kann, wenn Endgerätehersteller und Mobilfunkanbieter erkennen, dass die Notwendigkeit der Unterstützung bei der Demonstration der Endgeräte am Point of Sale (POS) besteht. Dazu zählen nach Aussagen der Fachhändler vor allem Schulungen des Verkaufspersonals sowie die Bereitstellung von Vorführgeräten. Ebenso wird eine stärkere Unterstützung des Abverkaufs durch flankierende Werbung in den klassischen Medien sowie direkt am Ladentisch gewünscht.
"Den Fachhändlern geht es nicht primär um eine Senkung der Preise für Smartphones. Auch für das bestehende Preisniveau sehen Fachhändler das Potential, hochwertige und teure Endgeräte über den Handel zu verkaufen", erläutert Maier. "Allerdings müssen hier die Rahmenbedingungen verbessert werden, die es den Fachhändlern ermöglichen, technisch komplexe und in der Vorführung anspruchsvolle Geräte erfolgreich am Markt anzubieten."
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