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29. September 2008
Schumacher-Manager Weber soll 720.000 Euro zahlen


Koblenz - Wegen Anstiftung zur Untreue hat die Staatsanwaltschaft Koblenz für den Rennsportmanager Willi Weber eine Bewährungsstrafe von einem Jahr sowie 360.000 Euro Geldstrafe gefordert. Die Bewährungsstrafe soll nach den Vorstellungen der Strafverfolger mit einer Geldauflage von weiteren 360.000 Euro verbunden werden, wie Staatsanwalt Rolf Kranz am Montag vor dem Landgericht Koblenz erklärte. Die Verteidigung schloss sich dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft an.

Weber, der seit 20 Jahren den früheren Formel-1-Piloten Michael Schumacher managt, soll für dubiose Vorgänge bei der Fanartikelfirma PPM im rheinland-pfälzischen Dierdorf verantwortlich sein. Nach den Ermittlungen soll der 66-Jährige im Herbst 2001 dafür gesorgt haben, dass die vor der Pleite stehende PPM ihren gesamten Warenbestand quasi zum Nulltarif an ein gleichnamiges Stuttgarter Mutterunternehmen verkaufte. Beide Firmen gehörten Weber.

Da der Warenbestand der einzige Vermögenswert der Gesellschaft war, drohten alle übrigen Gläubiger leer auszugehen, wie die Strafverfolger argumentierten. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Schaden auf knapp 1,2 Millionen Euro. Rechtsanwalt Hanns Feigen sagte, Weber habe im Oktober 2001 unter rein kaufmännischen Gesichtspunkten gehandelt. Sein Mandant habe den strafrechtlichen Gehalt seiner Handlung nicht erkannt und bedauere die eingetretene Entwicklung.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten in mehreren Gesprächen eine Prozessabsprache getroffen. Ein Urteil wurde noch für Montagvormittag erwartet.








 
 



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