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29. August 2008
Gekreuzigter Frosch bleibt in italienischem Museum hängen


Rom - Eine umstrittene Skulptur des deutschen Künstlers Martin Kippenberger, die einen gekreuzigten Frosch darstellt, sorgt in Italien für Wirbel. Trotz heftiger Proteste entschied der Stiftungsrat des Museums für Moderne Kunst in Bozen am Donnerstag, das Kunstwerk weiter auszustellen. Auch Papst Benedikt XVI. hatte Anstoß an der Skulptur genommen.

In einem Brief an den Präsidenten des Regionalrates von Südtirol, Franz Pahl, schrieb der Papst laut dem Politiker kürzlich, die Skulptur verletze die religiösen Gefühle vieler Menschen, die das Kreuz als Symbol von Gottes Liebe und unserer Erlösung betrachteten. Pahl ist selbst ein Kritiker der Ausstellung unter dem Titel «Zuerst die Füße» und ist deshalb sogar im Sommer in einen Hungerstreik getreten. Pahl sagte, er werde sich nicht um seine Wiederwahl bemühen, solange die Skulptur im Bozener Museion gezeigt werde.

Die 1990 entstandene ein Meter große hölzerne Skulptur zeigt einen wie Jesus Christus ans Kreuz genagelten grünen Frosch mit heraushängender Zunge und einem Ei und einem Bierkrug in den Händen. Das Museum erklärt dazu, die Skulptur habe nichts mit Religion zu tun, sondern sei ein ironisches Selbstporträt des 1997 gestorbenen Künstlers und ein Ausdruck seiner Angst.








 
 



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