Falls älteren Menschen einmal etwas zustoßen sollte, können sie künftig mit Hilfe ihres Handys gefunden werden. Das österreichische Unternehmen Emporia Telecom präsentiert auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin ein Seniorenhandy mit einer Notruffunktion, die an ein GPS-System gekoppelt ist.
Das Gerät funktioniert nach Unternehmensangaben folgendermaßen: Wenn der Nutzer einen großen, roten Notfallknopf am Handy drückt, werden automatisch bis zu fünf vorher eingespeicherte Telefonnummern, beispielsweise vom Rettungsdienst, Verwandten oder Nachbarn, nacheinander angewählt - solange, bis jemand den Anruf annimmt. Gleichzeitig wird vor dem Anruf eine Notruf-SMS mit GPS-Daten oder Adresse übermittelt, an der sich der entsprechende Person gerade befindet. So sei im Notfall extrem schnelle Hilfe möglich, weil etwa die Rettung sofort weiß, wo sie hin muss, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Außerdem könne ein spezielles System für GPS-Tracking freigeschaltet werden. Das heiße: Wenn die Person eigentlich schon seit längerer Zeit von seinem Ausflug zu Hause sein sollte, aber nicht angekommen ist, kann sie über die Tracking-Funktion geortet, also gefunden werden, erklärte das Unternehmen. Das Seniorenhandy hat zudem große Tasten, ein leicht lesbares Display sowie spezielle Lautsprecher für Menschen mit Hörschwäche. Es soll ab November zu kaufen sein.
