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29. August 2008
Fragen und Antworten zum Einbürgerungstest


Berlin - Ab dem 1. September müssen Ausländer einen Wissenstest zur Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie zu den Lebensverhältnissen in Deutschland bestehen, um deutsche Staatsbürger werden zu können. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Einbürgerungstest:

- Wer muss einen bestandenen Einbürgerungstest nachweisen?

Von jedem Ausländer, der einen deutschen Pass erhalten will, wird ab dem 1. September ein Nachweis über «Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland» verlangt. Davon ausgenommen sind alle Anwärter unter 16 Jahren, sowie Menschen, die eine Krankheit oder Behinderung nachweisen können oder auf Grund ihres Alters beeinträchtigt sind. Ein deutscher Schulabschluss reicht als Nachweis aus. Wer einen solchen Abschluss nicht vorweisen kann, ist zur Absolvierung eines Einbürgerungstests verpflichtet.

- Um welche Art von Test handelt es sich?

Der Einbürgerungstest erfolgt im genannten «Multiple Choice»-Verfahren. Zu jeder der insgesamt 33 Fragen werden vier Antworten angeboten, von denen nur eine richtig ist. Wer innerhalb von 60 Minuten 17 Fragen richtig ankreuzt, hat den Test bestanden und erhält eine entsprechende Bescheinigung.

- Wie werden die Fragen ausgewählt?

Das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen an der Berliner Humboldt Universität hat 300 allgemeine Fragen aus den Bereichen «Leben in der Demokratie», «Geschichte und Verantwortung» sowie «Mensch und Gesellschaft» entwickelt. Hinzu kommen 10 spezifische Fragen für jedes Bundesland. Aus diesem Fragenkatalog werden die konkreten Prüfungsbögen mit 30 allgemeinen und drei landesspezifischen Fragen zusammengestellt.

- Fallen für den Test Kosten an?

Jeder Anwärter auf die deutsche Staatsbürgerschaft muss für den Test 25 Euro bezahlen.

- Wie kann man sich vorbereiten?

Zur Vorbereitung können Einbürgerungskurse besucht werden, die in der Regel von den Volkshochschulen angeboten werden. Umfang und Kosten für die Kurse sind unterschiedlich. Die Volkshochschule Hamburg bietet beispielsweise Kurztrainings mit 16 «Schulstunden» á 45 Minuten für 38 Euro und 60 Einheiten für 141 Euro an.








 
 



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