Viele Ärzte empfehlen nach Angaben von Experten Reisenden eine Impfung gegen Typhus auch dann, wenn das Infektionsrisiko relativ gering ist. Nur etwa 60 bis 80 Typhusfälle registriere das Robert Koch-Institut jedes Jahr, berichtet das Ärztemagazin «impfbrief.de». Die überwiegende Mehrzahl werde eingeschleppt.
Von den Gesundheitsbehören wird die Typhus-Impfung dem Bericht zufolge besonders vor Reisen in Infektionsgebiete unter einfachen Lebensbedingungen empfohlen, also etwa bei Trekking oder Hilfseinsätzen sowie bei Ausbrüchen und Katastrophen. Besonders hoch sei die Infektionsgefahr im südlichen Asien, in Südostasien und im südlichen Afrika.
Übertragen werden die Typhus-Erreger über verunreinigte Nahrungsmittel und Wasser. Das Ansteckungsrisiko könne mit dem Beachten einfacher Hygieneregeln stark gesenkt werden, betonen die Experten. Etwa 10 bis 15 Prozent aller Patienten erkrankten schwer. Demgegenüber verlaufe Typhus bei Kindern im Alter von einem bis fünf Jahren meist milder und sei mit weniger Komplikationen verbunden.
