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29. August 2008
Frühgeburten häufiger durch Infektionen ausgelöst als vermutet


New York - Frühgeburten werden wesentlich häufiger durch Infektionen verursacht als bisher bekannt. Dies zeigen Analysen des Fruchtwassers von schwangeren Frauen, bei denen die Wehen vorzeitig einsetzten. Mit einem neuen Analyseverfahren fanden US-Forscher in 15 Prozent dieser Proben Bakterien oder Pilze. Bisher nahm man an, dass Infektionen nur für etwa zehn Prozent der Frühgeburten verantwortlich sind.

Die Mikrobiologen der Universität Stanford analysierten das Fruchtwasser von 166 Frauen auf auffällige Erbgutsequenzen. Dabei fanden sie in den 25 infizierten Proben 17 verschiedene Bakterienarten und einen Pilz. Von manchen der Keime war bislang nicht bekannt, dass sie eine vorzeitige Geburt auslösen können. Bei jenen Frauen, deren Wehen besonders früh einsetzten, lagen die Keimbelastungen besonders hoch, wie die Forscher im Online-Journal «PLoS One» schreiben.

Sie vermuten, dass das Fruchtwasser entweder durch Mikroben aus der Scheide infiziert wird oder aber von Keimen, die aus anderen Körperregionen wie etwa dem Mundraum über das Blut dorthin gelangen. Die Immunreaktion der Frau löst demnach die Wehen aus. «Könnten wir diese Infektionen vermeiden oder zumindest früher entdecken, so könnten wir eines Tages einige dieser Frühgeburten verhindern», sagt Dan DiGiulio. Bei etwa jeder zehnten Schwangerschaft kommt das Kind vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt.








 
 



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