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29. August 2008
Hautärzte warnen vor quecksilberhalten Cremes


Stuttgart - Bleichcremes aus dem Ausland können größere Mengen Quecksilber enthalten. Nach einem Bericht der Fachzeitschrift «Aktuelle Dermatologie» wurden bei den Müttern und älteren Töchtern zweier Familien aus Mannheim bedenkliche Konzentrationen des Schwermetalls in Urin und Blut nachgewiesen. Sie hatten täglich eine Bleichcreme aus dem Kosovo angewendet, die laut Analyse zu zwölf Prozent aus elementarem Quecksilber bestand. Das Gift wird durch die Haut vom Körper aufgenommen und vor allem in der Leber, den Nieren und dem Gehirn eingelagert.

Dem Bericht zufolge hatte eine Tochter über chronische Kopfschmerzen geklagt. Bei ihrer Mutter sei es zu Gewichtsverlust und zu Bluthochdruck gekommen. Der Bruder habe unter Konzentrationsstörungen, unwillkürlichen Muskelbewegungen am Hals und unter Bauchschmerzen gelitten.

Die Vergiftung des Sohnes, der die Creme nicht angewendet habe, könne mit einer Aufnahme des Quecksilbers über die Luft oder mit der Nahrung in Verbindung stehen, schreiben die Experten. Quecksilber verdampfe bei Zimmertemperatur und könne deshalb eingeatmet worden sein. Eine Aufnahme mit der Nahrung sei ebenfalls denkbar, weil die Mütter die Creme im Kühlschrank aufbewahrt hätten. Die erkrankten Familienmitglieder seien mit einem sogenannten Komplexbilder behandelt worden, mit dem das Quecksilber aus dem Körper entfernt werden könne.








 
 



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