Der mit 492 Metern höchste Wolkenkratzer Chinas wird am Samstag im Finanzdistrikt von Shanghai der Öffentlichkeit übergeben. Der japanische Immobilieninvestor Minoru Mori zeigte sich am Donnerstag erleichtert, dass das Projekt 14 Jahre nach Beginn der Planungsphase endlich vollendet ist.
Auf den 101 Stockwerken des «Shanghai World Financial Centers» sollen bis zu 12.000 Menschen arbeiten. Der Bau aus Beton, Glas und Stahl im Bezirk Pudong kostete nach Angaben aus dem vorigen Jahr rund 720 Millionen Euro. Er ist bereits zu 45 Prozent belegt, wie Mori vor Journalisten sagte. Er erwarte binnen eines Jahres eine Belegung von 90 Prozent. Zu den Mietern zählen internationale Finanzinstitute, darunter auch die Commerzbank. Der Mietpreis pro Quadratmeter und Tag beträgt drei US-Dollar (2,03 Euro).
Der Wolkenkratzer war bereits seit Mitte der 90er Jahre geplant, anfangs kam das Projekt nach der Bankenkrise in Asien jedoch kaum voran. 2003 mussten die Bauherren das geplante Design ändern - ein runder Ausschnitt in der Nähe des Daches erinnerte die Chinesen zu sehr an die aufgehende Sonne in der japanischen Nationalflagge.
Geplant war der Wolkenkratzer einmal als das höchste Gebäude der Welt. Mittlerweile gibt es höhere Gebäude. Schon rund eineinhalb Jahre vor seiner Fertigstellung wurde im vorigen Jahr das Burdsch Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum höchsten Wolkenkratzer der Welt. Es hat bis jetzt eine Höhe von 548 Metern und befindet sich immer noch im Bau. Die endgültige Höhe des Gebäudes ist bis jetzt geheim.
