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29. Juli 2008
IOSCO zeigt Optionen zur Kontrolle von Ratingagenturen auf


Brüssel - Die Internationale Vereinigung der Wertpapieraufseher (IOSCO) hat Optionen zur Kontrolle von Ratingagenturen aufgezeigt. Um sicher zu stellen, dass die Agenturen sich an den für sie geltenden Verhaltenskodex hielten, müsse entweder für einen detaillierten Informationsaustausch zwischen den nationalen Regulierern gesorgt werden oder ein spezieller IOSCO-Ausschuss mit der Überwachung befasst werden, heißt es in einer Pressemitteilung vom Montag. Die mit den Arbeiten befasste Task Force will den weiteren Angaben zufolge ihre endgültigen Empfehlungen dem technischen Ausschuss der IOSCO im September vorlegen.

"Die jüngsten Änderungen des Verhaltenskodex bieten weiterhin robuste und praktische Vorgaben, um Ratingagenturen zur Umsetzung der IOSCO-Prinzipien anzuleiten und um den Investorenschutz zu verbessern", erklärte die Organisation weiter. Der IOSCO-Kodex schreibt den Ratingagenturen unter anderem vor, dass sie offen legen müssen, wie sie zu ihrer Bonitätseinschätzung gekommen sind. Der Kodex ist zwar nicht verpflichtend, es wird aber erwartet, dass die Agenturen unter dem Druck des Marktes die Vorgaben in ihre eigenen Standards integrieren.

Die EU ist unterdessen zu der Auffassung gelangt, dass die derzeitigen Initiativen nicht keine ausreichende Kontrolle der Ratingagenturen sicherstellen können. Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy will im Herbst einen Vorschlag zur verbindlichen Regulierung der Agenturen vorlegen, die bislang keiner Aufsicht unterliegen. Die EU-Finanzminister haben ihm ihre Unterstützung zugesichert. Die Ratingagenturen - wie Standard & Poor's, Moody's und Fitch Ratings - werden für die Turbulenzen an den Finanzmärkten mit verantwortlich gemacht, weil sie die Ausfallrisiken von US-Hypothekenmarktpapieren unterschätzt hätten.






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