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29. Juli 2008

Laut Grüne auch Kernbrennstoff im Lager Asse



Hannover - In das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel sind nach Angaben der niedersächsischen Grünen auch Kernbrennstoffe eingelagert worden. Nach den Unterlagen des Betreibers enthielten einzelne in der Asse deponierte Fässern bis zu 47 Gramm Uran 235, sagte der Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Stefan Wenzel, am Dienstag in Hannover. Damit gelte der Inhalt dieser Fässer als Kernbrennstoff. Nach dem Atomgesetz seien radioaktive Stoffe dann Kernbrennstoff, wenn sie pro 100 Kilo mehr als 15 Gramm Uran 235 oder Plutonium enthielten.

Wenzel verlangte, jeweils 20 Fässer aus drei Einlagerungskammern des ehemaligen Versuchsendlagers Asse auf ihren Gehalt an Kernbrennstoff genau zu untersuchen. Dazu müssten die Betonmauern vor den drei Kammern geöffnet und die Fässern mit Hilfe von Robotern herausgeholt werden.

Der Betreiber habe nicht genau dokumentiert, was bis 1978 in der Asse eingelagert worden sei, sagte der Grünen-Fraktionschef. Die genaue Menge an Uran 235 und Plutonium, die in den 126.000 eingelagerten Fässern enthalten sei, kenne man daher nicht. Auch das Bundesumweltministerium gehe aber davon aus, dass einige Fässer Kernbrennstoff enthielten. In dem ehemaligen Salzbergwerk, das dem Bundesforschungsministerium gehört, durfte bis 1978 versuchsweise schwach- und mittelaktiver Atommüll eingelagert werden.




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