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29. Juni 2008
Wütende Proteste nach Tod von chinesischer Schülerin


Peking - Aus Wut über die Ermittlungen nach dem Tod einer Schülerin haben tausende Demonstranten im Südwesten Chinas Polizei- und Regierungsgebäude in Brand gesteckt. Eine in Hongkong ansässige Menschenrechtsorganisation berichtete von einem Todesopfer und rund 150 Verletzten bei der Protestaktion vom Samstag. Mehr als 200 Teilnehmer seien festgenommen worden. Eine unabhängige Bestätigung für die Angaben gab es nicht.

Auslöser der gewaltsamen Demonstration in Weng"an in der Provinz Guizhou war nach Angaben des Information Center for Human Rights and Democracy der Tod einer 16-jährigen Schülerin. Das Mädchen soll vergewaltigt und ermordet worden sein. Drei Verdächtige seien nach 24-stündigem Verhör wieder auf freien Fuß gesetzt worden, berichtete die Organisation am Sonntag. Zwei der jungen Männer seien mit Behördenvertretern verwandt, hieß es unter Berufung auf die Familie des Mädchens. An dem Protest hätten sich rund 10.000 Menschen beteiligt.






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