Ihr Standort: Home -> News
  


29. Juni 2008
Komfortabler Einstieg in den Rohstoffmarkt


Hamburg - Ob Öl, Gold, Platin oder Weizen die boomende Rohstoffnachfrage hat Investoren in den vergangenen Monaten glänzende Renditen beschert. Für Kleinanleger war der Zugang zu Rohstoff-Investments bisher aber meist kompliziert und relativ kostspielig. Eine neue Alternative stellen sogenannte Exchange Traded Commodities (ETC) dar, bei denen der Anleger direkt von der Preisentwicklung des jeweiligen Produkts profitieren kann.

«Für den Anleger haben ETC den Vorteil, dass sie direkt die Wertentwicklung eines Rohstoffes nachbilden», sagt Karin Baur vom Magazin «Finanztest» der Stiftung Warentest. Zudem seien sie relativ preisgünstig, da die Verwaltungskosten sowie die Spanne zwischen An- und Verkaufspreis niedriger sei als bei herkömmlichen Rohstoff-Zertifikaten.

ETC sind börsengehandelte Wertpapiere, die täglich ge- und verkauft werden können. Sie sind direkt durch physische Rohstoffe abgesichert und ermöglichen Privatanlegern, diese Produkte direkt über reguläre Depots zu erwerben. Die Deutsche Börse hat den Handel von ETC vor zwei Jahren mit zunächst 31 Rohstoffen gestartet. Mitte Juni wurde das Angebot um 66 neue ETC erweitert.

Insgesamt werden damit jetzt börsentäglich 114 Produkte über Xetra gehandelt. Das Angebot reicht von Aluminium über Kaffee, Sojabohnen und Zucker bis zu lebenden Rindern. Daneben sind auch ganze Körbe verschiedener Produkte erhältlich. Zugleich können Anleger mit gehebelten ETC an steigenden oder fallenden Rohstoffkursen verdienen.


Anlageklasse mit der besten Leistung

Nach Angaben der Deutschen Börse waren Rohstoffe im ersten Quartal 2008 mit einem Plus von 9,6 Prozent die Anlageklasse mit der besten Leistung. Im gleichen Zeitraum verlor beispielsweise der Euro Stoxx 50 10,6 Prozent. Von 37 einzelnen Rohstoffen hat sich Platin mit einem Plus von 33 Prozent am besten entwickelt. Und allein acht Produkte stiegen in den ersten drei Monaten um mehr als 20 Prozent im Wert, darunter Kupfer, Aluminium und Mais.

Die Deutsche Börse sieht die Zukunftsaussichten positiv. So seien die Rohstoffvorräte vor allem im Agrarbereich auf einem Rekordtiefstand. Der Bedarf nach sauberer Energie lasse die Nachfrage nach Zucker, Mais und anderen Rohstoffen für die Ethanolproduktion weiter steigen. Und auch der Industriebedarf an Edelmetallen wie Platin und Palladium für den Katalysatorbau wachse kontinuierlich.


Nur für langfristig orientierte Anleger

Dennoch sollten Anleger vorsichtig bleiben. «Das aktuelle Preisniveau ist hoch, und bei einigen Produkten stellt sich die Frage, wann die Blase platzt», sagt Thomas Bieler, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Viele professionelle Händler seien schon vor langer Zeit zu günstigen Kursen eingestiegen, daher sei es fraglich, ob ein Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt noch lohne. Wer in Rohstoffe investieren wolle, der sollte das nur langfristig mit einem Anlagehorizont von 10 bis 20 Jahren tun.

Auch Finanztest-Expertin Baur ist skeptisch. Rohstoffe seien nach wie vor ein spekulatives Investment, betont sie. Zudem sei eine Beurteilung einzelner Produkte für Privatanleger äußerst schwierig, da der Zugang zu vielen wichtigen Marktinformationen institutionellen Anlegern vorbehalten sei. Dennoch könne beispielsweise Gold als Beimischung zu einem breit aufgestellten Depot durchaus sinnvoll sein. «Grundsätzlich eignen sich Rohstoffe aber nur für Anleger, die bereit sind, sich umfassend zu informieren», betont Baur.






Anzeige:


 
 



* kostenlos, 2x täglich
 

Google

Volksverblödung in 3Sat

Postengeschacher und Intrigen

Keine Koalition mit der SPD

Die Lügen eines Überwachungsstaates

Austund RAF

Kinder in den USA nehmen drei Mal mehr Psycho ...

Gesellschaftlicher Niedergang bringt Profit

Zivilisation im Würgegriff von Drogen

Kinder sind unsere Zukunft!

Orwell lässt grüßen


- Anzeige -

 


- Anzeige -

 

Copyright by net-tribune | Impressum | Optimiert für 1024 x 768 pxl Top