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29. April 2006 12:23 Uhr
EU und China verbinden Hochgeschwindigkeitsnetze


Brüssel / Peking - Ein neues chinesisch-europäisches Hochgeschwindigkeitsnetz soll künftig die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen 45 Millionen Forschern und Studenten in Europa und China erheblich erleichtern. Dies teilte die Europäische Kommission am Freitag mit.

Das mit 4,15 Millionen EUR dotierte ORIENT-Projekt (Oriental Research Infrastructure to European NeTworks), das von der Europäischen Union, China und den nationalen Forschungs- und Bildungsnetzen in Europa mitfinanziert wird, soll in Zukunft allen Forschungsgebieten in Europa und China zu Gute kommen, indem es den Informationsfluss zwischen den Staaten steigert.

"ORIENT macht eine echte internationale Zusammenarbeit in der Forschung möglich. Der geografische Standort wird dabei fast unerheblich", erklärte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. "Der Zugang zu Anwendungen wie Telemedizin, digitalen Bibliotheken und elektronischem Lernen erleichtert es der Allgemeinheit wie auch Wissenschaftlern, akademische und kulturelle Brücken zwischen Europa und China zu schlagen. Zugleich wird ein offener Meinungs- und Wissensaustausch zwischen chinesischen und europäischen Forschern möglich. In ORIENT können die hellsten Köpfe zusammenarbeiten, um globale Herausforderungen wie Klimawandel und nachhaltige Entwicklung in Angriff zu nehmen."

In einer Landverbindung über Sibirien wird ORIENT Europas GÉANT2, das weltweit fortgeschrittenste internationale Bildungs- und Forschungsnetz, mit den chinesischen Forschungsnetzen CERNET und CSTNET zusammenführen. Noch in diesem Jahr werden auf diese Weise 200 chinesische Universitäten und Forschungsinstitute mittels einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 2,5 Gbit/s verbunden.

Dem Start des ORIENT-Projektes ging ein Treffen von Viviane Reding mit Xu Guanhua, dem Minister für Wissenschaft und Technik der Volksrepublik China, im Januar 2006 in Peking voraus. Bei diesem Treffen kamen beide Seiten überein, dass eine elektronische Infrastruktur und ihre Anwendungen eine Schlüsselrolle bei der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung spielen und bekräftigten, wie wichtig die bilaterale Zusammenarbeit sei.

Anlässlich ihrer Chinareise hatte Viviane Reding hervorgehoben, wie entscheidend die Zusammenarbeit zwischen Forschern und Studenten für die Entwicklung offener Gesellschaften sei.Das Projekt lief am 1. März 2006 an. Die Laufzeit beträgt vorerst drei Jahre.







 
 



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