Darmstadt - Darmstadts Oberbürgermeister Walter Hoffmann hat Aufklärung über einen möglichen Stellenabbau bei der Telekom-Tochter T-Systems verlangt. T-Systems solle offenlegen, "welche Konsequenzen die geplanten betrieblichen Umstrukturierungen für den Standort Darmstadt haben", fordert der OB.
In einem offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, Kai-Uwe Ricke, erklärte Hoffmann wörtlich: "Ich bin in großer Sorge, wenn nun vor allem über die Medien von einem massiven Stellenabbau bei der Deutschen Telekom die Rede ist." Weiter schreibt er, dass sich bereits Betriebsräte der Telekom-Unternehmen an ihn gewandt hätten.
Der Darmstädter OB hofft nun auf ein gemeinsames Gespräch zwischen dem Telekom-Vorstand und der Stadtspitze. Sein Stadt biete nicht nur kurzfristig, sondern perspektivisch beste Möglichkeiten für technologieorientierte moderne Unternehmen. Nicht umsonst sei Darmstadt neben Bonn der zweitwichtigste Sitz der Deutschen Telekom, betonte Hoffmann. "Wir sind nicht nur ein Traditionsstandort der Telekom, sondern auch die Denkfabrik dieses Unternehmens und somit die wichtigste Innovationsquelle."
Zugleich erinnerte er daran, dass die Stadt gerade in den letzten Jahren alles getan habe, um den Technologiepark Rhein-Main als Hauptquartier von T-Online und Zentrum von T-Systems und T-Com zu fördern. "Es darf auf keinen Fall zu einer Politik des sozialen Kahlschlags auf Kosten Tausender Beschäftigter kommen", so Hoffmann. Es könne nicht angehen, Hunderte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Angst zu versetzen und deren Zukunft im Ungewissen zu lassen.
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