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Politik und Outsourcing schuld am Arbeitsplatzabbau
28. Oktober 2004 - 09:55 Uhr

Köln / München - "Die politischen Rahmenbedingungen und die zunehmende Abwanderung der Industrie ins Ausland stellen die Hauptursachen für den Arbeitsplatzabbau in Deutschland dar." So fasst Michael Weideneder, Leiter des Arbeitskreises E-Recruiting im Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) die Ergebnisse einer aktuellen Studie zusammen, die der Verband gemeinsam mit der Online-Stellenbörse stellenanzeigen.de durchgeführt hat.

Demnach stufen mehr als die Hälfte der Personalleiter in Deutschland die aktuelle Gesetzgebung und den Trend zum Outsourcing als die beiden wichtigsten Gründe für den Stellenabbau hierzulande ein. 60 Prozent der Manager, die Personalverantwortung in Deutschland tragen, sehen keine Besserung der Situation. Ganz im Gegenteil sind ein Drittel fest davon überzeugt, dass im nächsten Jahr die Marke von fünf Millionen Arbeitslosen überschritten wird.

Dabei geben nur 44 Prozent der von stellenanzeigen.de und dem eco-Verband befragten Personalleiter dem schlechten Konsumklima im Inland die Schuld an der steigenden Arbeitslosigkeit. 38 Prozent machen die geringe Kapitalausstattung der mittelständischen Wirtschaft hierfür verantwortlich. Obwohl Großunternehmen wie Opel und Karstadt die Schlagzeilen schreiben, entfallen rund 70 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland auf circa 3,5 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen.

"Ein erster Lichtblick ist ab 2006 zu sehen", hebt Michael Weideneder die positiven Ergebnisse der Studie hervor. So sind 46 Prozent der befragten Personalleiter der Überzeugung, dass sich schon in zwei Jahren ein Mangel an Fachpersonal abzeichnet, sobald die Wirtschaft wieder anspringt. Eine langfristige Prognose wagen die Mehrzahl der Manager, die für Einstellungen hierzulande zuständig sind, allerdings nicht: Auf die Frage, ob sich die Arbeitskraft Mensch jemals wieder als Engpass erweisen wird, antworteten fast drei Viertel mit einem entschiedenen "weiß nicht".



Montag, 01. Dez. 2008







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