Die CSU war in Bayern nur drei Jahre in der Opposition. Seit 1957 regiert sie ununterbrochen, seit 1962 mit absoluter Mehrheit.
Schon bei der ersten Landtagswahl 1946 errang die CSU 52,3 Prozent. Ministerpräsident Hans Ehard bildete aber eine große Koalition mit der SPD und der Wirtschafts-Aufbauvereinigung WAV. Bei der folgenden Landtagswahl stürzte die CSU auf 27,4 Prozent ab. Die SPD wurde mit 28,0 Prozent zum einzigen Mal stärkste Partei. Dennoch blieb Ehard an der Spitze einer großen Koalition von CSU, SPD und dem Bund der Heimatvertriebenen BHE.
Von 1954 bis 1957 regierte die SPD unter Ministerpräsident Wilhelm Hoegner den Freistaat mit einer Viererkoalition ohne die CSU. Das Bündnis der Sozialdemokraten mit Bayernpartei, FDP und BHE zerbrach aber vorzeitig.
Seit 51 Jahren regiert wieder die CSU. Die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag gewann sie erstmals 1962 mit Alfons Goppel. Die absolute Mehrheit der Stimmen holte die CSU erst 1970 wieder mit 56,4 Prozent. Zweimal schaffte sie sogar 60 plus X: Goppel bekam 1974 legendäre 62,1 Prozent, und mit Edmund Stoiber errang die CSU bei der letzten Wahl 60,7 Prozent und zwei Drittel der Landtagssitze.
