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28. August 2008
Kubanischer Punk-Rocker muss am Freitag vor Gericht


Havanna - Vier Tage nach seiner Verhaftung muss sich der kubanische Punk-Rocker Gorki Aguila am Freitag wegen «sozialer Gefährlichkeit» vor Gericht verantworten. Damit bezeichnet die Justiz ein Verhalten, das gegen die «kommunistische Moral» gerichtet ist. Als Höchststrafe sind vier Jahre Gefängnis vorgesehen.

Mit seiner Band Porno para Ricardo hat Aguila wiederholt Fidel Castro und seinen Bruder Raul lächerlich gemacht. Im staatlichen Rundfunk gilt schon lange ein Sendeverbot für die Band, die aber weiter auf privat organisierten Konzerten auftrat. Am Montag wurde der 39-jährige Aguila in seinem Haus in Havanna verhaftet, als er gerade an der Arbeit für ein neues Album war. Die Verhaftung löste heftige Kritik bei Bloggern in Kuba und in den USA aus. Zahlreiche Musiker im In- und Ausland erklärten sich mit Aguila solidarisch.

Der Leiter der kubanischen Menschenrechtskommission, Elizardo Sanchez, forderte am Mittwoch, der Prozess müsse für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Kommission habe die Vorwürfe überprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass Aguila keine Straftat begangen habe.








 
 



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