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28. August 2008
Kinderschutzbund will kostenlose Bildung von der Krippe bis zur Uni


Berlin - Der Deutsche Kinderschutzbund hat eine kostenlose Bildung vom Kindergarten bis zur Universität gefordert. «Kinder von armen Familien werden immer mehr von der Bildung abgekoppelt», erklärte Verbandspräsident Heinz Hilgers am Donnerstag in Berlin. Gerade bei der Einschulung kämen auf Familien mit geringem Einkommen erhebliche Kosten zu. Der Verband schätzt den Betrag auf rund 300 Euro. Das Einkommen im Elternhaus stehe somit im direkten Zusammenhang mit den Bildungschancen der Kinder.

Der Verband wies zudem darauf hin, dass die Kosten für Bildung insgesamt immer stärker privatisiert würden und zusätzlich erheblich regional variierten. «So gibt es nach unseren Recherchen eine vollständige Lernmittelfreiheit nur noch in sechs Bundesländern», sagte Hilgers. Die Verpflegungs- und Betreuungskosten an Ganztagsschulen seien unterschiedlich hoch und die Fahrtkosten zur Schule variierten je nach Bundesland stark. So zahlt laut Kinderschutzbund beispielsweise ein Schüler in Köln für das Schülerticket 15,60 Euro, in Hamburg sind es zwischen 32,30 Euro und 39,50 Euro im Standardtarif.

Eigenen Regelsatz für Kinder gefordert

Bildung von Kindern darf nach Ansicht der Organisation keine Quelle finanzieller Belastung für die Eltern sein. Gerade Familien, die knapp über den Berechtigungsgrenzen staatlicher Unterstützungsangebote liegen, könnten besonders stark betroffen sein. Dies gelte insbesondere, wenn es sich um kinderreiche Familien handele.

Der Kinderschutzbund fordert eine kostenlose Bildung ab dem Krippenalter: Dazu gehöre unter anderem eine kostenfreie Betreuung in Ganztagsschulen, zudem müsse die Verpflegung dort für alle Eltern bezahlbar sein und es solle eine vollständige Lernmittelfreiheit geben. Darüber hinaus seien die Regelsätze sozialer Transferleistungen am tatsächlichen Bedarf von Kindern auszurichten. Hier müsse es endlich einen eigenen Regelsatz für Kinder geben, forderte Hilgers.








 
 



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