Die NRW-Bank hat Berichte über Kontrollmängel bei der Vergabe von Subventionen an den finnischen Handy-Konzern Nokia zurückgewiesen. Ein Sprecher der landeseigenen Förderbank dementierte am Freitag einen Zeitungsbericht, demzufolge ein interner Revisionsbericht Mängel bei den Abläufen festgestellt hatte. Zwar habe es einen internen Bericht gegeben. Entgegen der Darstellung der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» sei dabei aber kein «schweres Organisationsversagen» bemängelt worden.
Auch ein Fehlverhalten von Vorstand Ernst Gerlach sei nicht festgestellt worden, sagte der Sprecher. Eine Ablösung oder ein freiwilliges Ausscheiden Gerlachs seien kein Thema. Eine Sprecherin wies darauf hin, dass die Vorgänge schon weit zurücklägen. «Wir betrachten das Thema als erledigt», sagte sie.
Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium wollte den Bericht nicht kommentieren. Das Land hatte sich im Juli im Streit um die Subventionen mit dem Handy-Hersteller geeinigt. Nokia erklärte sich bereit, 20 Millionen Euro zurückzuzahlen, auch soll der Nettoerlös aus dem Verkauf des Bochumer Werksgeländes in das Programm «Wachstum für Bochum» fließen. Das Ministerium hatte Nokia zuvor vorgeworfen, im inzwischen geschlossenen Bochumer Werk weniger Arbeitsplätze als vereinbart geschaffen zu haben.
