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28. Juni 2008
Waffenlobby klagt gegen Einschränkungen in San Francisco und Chicago


Washington - Nur wenige Tage nach der Bestätigung des Rechts auf Waffenbesitz durch den Obersten Gerichtshof in den USA klagt die einflussreiche Waffenlobby NRA in mehreren Städten gegen bestehende Beschränkungen. Die Gerichtsentscheidung sei nur der Anfang gewesen, erklärten Anwälte der einflussreichen National Rifle Association (NRA). Nun gehe es darum, die Aufhebung des Verbots in der Hauptstadt Washington auf das ganze Land auszudehnen.

Die am Freitag in San Francisco eingereichte Klage richtet sich gegen eine Bestimmung, die es verbietet, in kommunalen Wohnungen Waffen zu besitzen. In der Stadt Chicago ist der Besitz oder Verkauf von Waffen seit 1982 verboten. Die NRA geht davon aus, die Verbote zu Fall zu bringen. Der Oberste Gerichtshof hatte am Donnerstag erstmals das Recht der Bürger auf den Besitz von Waffen bestätigt.

Die USA haben das weltweit freizügigste Waffenrecht. Kritiker sehen darin auch einen wesentlichen Grund für die hohe Zahl der Tötungsdelikte. Die Waffenlobby hat bei Politikern aller Parteien traditionell großen Rückhalt.






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