Veteranen aus den USA, Großbritannien und Frankreich haben am Freitag in Berlin zusammen mit ranghohen Vertretern Deutschlands und der NATO an den Beginn der Luftbrücke vor 60 Jahren erinnert. Am Luftbrückendenkmal vor dem Flughafen Tempelhof legten sie Kränze nieder für die rund 70 Menschen, die bei der Hilfsaktion 1948/49 ums Leben gekommen waren. Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey würdigte die Luftbrücke als «herausragende organisatorische und logistische Leistung».
Die Versorgung der Berliner aus der Luft während der sowjetischen Blockade habe aus Gegnern und Besatzern Freunde und Helfer werden lassen, sagte Kossendey. Auch der Direktor des Alliierten Museums Berlin, Helmut Trotnow, wies auf die Bedeutung der Luftbrücke als Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Deutschen und westlichen Alliierten hin. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der am Nachmittag Piloten der berühmten «Rosinenbomber» zu einem Empfang eingeladen hatte, nannte die Luftbrücke eine «logistische Meisterleistung und ein Meisterwerk der Solidarität», das den Berlinern das Überleben gesichert habe.
Am 24. Juni 1948 begann die Blockade der drei Westsektoren Berlins. Sowjetische Truppen riegelten alle Zufahrtswege zu Westberlin ab. Bereits zwei Tage später begann die US-Armee damit, die Stadt aus der Luft zu versorgen. Bis zu 300 Flugzeuge waren täglich rund um die Uhr im Einsatz. Mehr als zwei Millionen Tonnen Güter wurden nach Berlin geflogen. Am 12. Mai 1949 hob die Sowjetunion die Blockade auf.
