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Schlechte Softwarequalität in Unternehmen verursacht Millionenschäden
28. Juni 2004 - 13:43 Uhr |
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Wien - 64 Prozent der Teilnehmer an einer Umfrage von Compuware verzichten darauf, das Ausfallrisiko bei der Einführung einer neuen Software-Anwendung zu quantifizieren. Andererseits sagen 74 Prozent, dass die Kosten aufgrund schlechter Softwarequalität für ihr Unternehmen bis zu 500.000 Euro im Jahr betragen. Bei Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern schätzen 15 Prozent die Kosten sogar auf mehr als 1 Million Euro im Jahr. Compuware befragte 358 IT-Manager in großen europäischen Unternehmen.
"Die Ergebnisse sind Besorgnis erregend", sagt Franz Fuchsberger, Managing Director bei Compuware Austria. "Risiken sollten während der Entwicklung einer Anwendung fortlaufend gemessen und überwacht werden, damit Unternehmen die Entscheidung über den Einsatz im Produktivbetrieb davon abhängig machen können, mit wie viel Risiko sie umgehen können. Die Unternehmen sollten sicherstellen, dass die geschäftskritischen Teile der Anwendung intensiv getestet werden, damit das Ausfallrisiko gering ist. Bei einer E-Commerce-Anwendung ist es beispielsweise unklug, sie einzusetzen, wenn das Risiko für einen Ausfall der Zahlungsfunktion nicht klar ist. Wenn Unternehmen nicht dazu übergehen, die Risiken einzuschätzen und die Tests im Einklang mit diesen Einschätzungen auf bestimmte Teile der Anwendung zu fokussieren, werden die Kosten aufgrund schlechter Qualität weiter steigen."
Risikobasiertes Testen als Lösung
Mehr als 55 Prozent der befragten IT-Manager gaben an, dass das Management ihnen beim Test einer Anwendung nicht mitteilt, welche Teile geschäftskritisch für das Unternehmen sind. Daher können die Test-Teams keine Strategie für das Testen der riskanteren Elemente der Anwendung entwickeln. Dies zeigt sich daran, dass 45 Prozent der Befragten sagen, sie versuchen so viel wie möglich von der Anwendung zu testen, um eine hundertprozentige Verlässlichkeit zu erreichen.
"Es ist unrealistisch anzunehmen, dass die gesamte Anwendung getestet und alle Risiken ausgeschlossen werden können. Zeit- und Kostendruck führen dazu, dass es unmöglich ist, die gesamte Anwendung zu testen. Deshalb müssen sich Unternehmen darauf konzentrieren, das Risiko auf ein annehmbares Maß zu senken", so Franz Fuchsberger weiter. "Die Unternehmen müssen ihre Tests so priorisieren, dass sie die Teile der Anwendung sorgfältig testen, die das größte Risiko bergen. Mit diesem risikobasierten Ansatz identifizieren Test-Teams die weniger kritischen Teile der Anwendung, in denen Fehler tolerierbar sind. Dies ist besser als der umfassende Ansatz, der davon ausgeht, dass ein gewisses Maß an Fehlern tolerierbar ist, wobei nicht bekannt ist, welche Teile der Anwendung und welche Geschäftsprozesse davon betroffen sind."
Schuldzuweisungen vermeiden
Risikobasiertes Testen erlaubt es der IT-Abteilung, das Ausfallrisiko einer Anwendung und die Auswirkung eines solchen Ausfalls auf das Unternehmen exakt einzuschätzen. Diese Einschätzung kann an das höhere Management weitergegeben werden. Mit den Informationen des Test-Teams kann das Management eine fundierte Entscheidung treffen, ob eine Anwendung zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Produktivbetrieb gehen soll.
"IT-Teams werden oft für die schlechte Softwarequalität verantwortlich gemacht. Tatsächlich aber liegt die Ursache für die mangelnde Qualität am Druck des Unternehmens, eine Anwendung in den Produktivbetrieb zu bringen", sagt Franz Fuchsberger. "Ein wesentlicher Vorteil des risikobasierten Testansatzes ist es, dass Schuldzuweisungen vermieden werden. Er stellt sicher, dass sich die Unternehmensleitung und die IT die Verantwortung für den Erfolg oder den Ausfall einer neuen Anwendung teilen und es keine gegenseitigen Schuldzuweisungen mehr gibt."
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