Vier Großbanken sollen die Transportgesellschaften der Bahn bis zum Herbst an die Börse bringen. Die Bahn AG benannte am Dienstag, drei Tage vor der endgültigen Beschlussfassung des Bundestages zur Teilprivatisierung, die Deutsche Bank, Goldman Sachs, Morgan Stanley und UBS als Globale Koordinatoren. Sie sollen den Börsengang ihrer Subholding «DB Mobility Logistics AG» umsetzen.
Am Freitag soll der Bundestag die Teilprivatisierung der Verkehrsgesellschaften zu maximal 24,9 Prozent beschließen. Damit soll ein Börsengang noch im Herbst möglich werden. Mehrere Zeitungen nannten unter Berufung auf Aufsichtsratskreise den 5. November als Tag des Verkaufs.
In der «Welt» hieß es, 20 Prozent sollten an institutionelle Anleger gehen, die restlichen knapp fünf Prozent Kleinanlegern vorbehalten bleiben. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte stets erklärt, auch die Bahnmitarbeiter sollten mit Aktien an den erwarteten Gewinnen des Unternehmens beteiligt werden.
Der noch alleinige Eigentümer Bund erhofft sich durch den Börsengang Einnahmen zwischen fünf und acht Milliarden Euro. Sie sollen zu je einem Drittel in den Bundeshaushalt und ein Modernisierungsprogramm für den Schienenverkehr fließen sowie die Eigenkapitalbasis des Konzerns erhöhen.
Die Auswahl sei im Einvernehmen mit dem Bund und nach einem umfangreichen Auswahlverfahren erfolgt, schrieb die Bahn. In den kommenden Monaten sollten weitere Konsortialbanken benannt werden.
