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New York - Der US-Regierung sind die Online-Spielehöllen ein Dorn im Auge, aber viele große Wall Street-Broker sehen die Internet-Casinos als solide Anlagemöglichkeit. Broker wie Goldman Sachs, Merrill Lynch und Fidelity halten bereits Aktien in Millionenhöhe an den Casinos und Online-Wettbörsen. Denn diese, meist ansässig in Staaten wie Costa Rica oder Gibraltar, können mittlerweile sogar an der Londoner Börse gehandelt werden.
Die wachsende Bereitschaft großer US-amerikanischer Investoren zeigt die klaffende Lücke zwischen der Haltung der US-Behörden in Sachen "Online-Glücksspiele" und dem, was sich inzwischen zu einer boomenden Industrie entwickelt hat. Rechtsexperten sind aber verschiedener Ansicht, wenn es darum geht, ob sich die US-amerikanischen Investoren und Investment-Häuser für die finanzielle Unterstützung, die sie durch ihre Anlagen den nach US-Recht illegalen Casinos zukommen lassen, ebenfalls haftbar machen.
Es wäre ja nicht das erste Mal das US-Amerikaner in Unternehmen in Übersee investieren, deren Aktivitäten in den Staaten illegal wäre. Als Beispiel wären hier Investitionen in europäische Energieerzeuger zu nennen, die auch im Iran tätig sind. Auch dies läuft den US-Gesetzen zuwider. Für den republikanischen Abgeordneten Bob Goodlatte, einem entschiedenen Gegener des Internet-Glücksspiels, ist die Sache jedoch klar: "Der Kongress wird diese Investitionen genauestens unter die Lupe nehmen. Für mich unterstützen und fördern diese Investment-Häuser wissentlich illegale Unternehmungen."
Die großen Broker selbst sehen das jedoch gelassen. Sie schätzen das Risiko, wegen ihrer Online-Casino-Anteile von der US-Justiz zur Verantwortung gezogen zu werden, als "sehr gering" ein.
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