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Seoul - Südkoreaner werden wohl ab dem 01. Januar 2006 jedes mal zusammen zucken, wenn sie eine SMS auf ihr Handy erhalten. Denn wie am Montag bekannt wurde, werden die koreanischen Strafverfolgungsbehörden die Bürger des Landes künftig per Textnachricht über gegen sie eingeleitete Verfahren und verhängte Urteile unterrichten.
In einem Land, in dem mehr als 75 Prozent der Bevölkerung über ein Handy verfügt, waren die Ankläger der Ansicht, dass es an der Zeit sei, von dem schriftlichen Rechtsverkehr Abstand zu nehmen und auf den elektronischen Schriftwechsel umzusteigen. "Die meisten Menschen in Südkorea besitzen ein Mobiltelefon und, bevor diese zu spät Kenntnis von entsprechenden Verfahren erhalten, ist es sinnvoll diese per SMS darüber zu informieren," erklärt Lee Young-pyo, zuständig für die Administration des Unterfangens.
Aber keine Angst: Für den SMS-Service muss man sich vorab registrieren. Vor allem Kosten sollen durch den Umstieg auf das Handy eingespart werden. Experten rechnen mit Einsparungen in Höhe von 158.000 US-Dollar pro Jahr.
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