Brüssel - Während Banken den elektronischen Zahlungsverkehr forcieren, steht bei den Verbrauchern europaweit noch immer die Barzahlung an erster Stelle. Das will eine aktuelle Studie der European Security Transport Association (ESTA) herausgefunden haben. Danach bevorzugen 57 Prozent der Deutschen für die Abwicklung ihrer Finanzgeschäfte nach wie vor die Zahlung mit Bargeld. Das Ergebnis bestätigt damit eine von McKinsey im Jahr 2002 durchgeführte Studie, der zufolge der Zahlungsverkehr in ganz Europa zu 80 Prozent bar abgewickelt wird.
Während die Barzahlung bei den Banken als kostenintensive Zahlungsmethode gilt, gehört sie zu den wenigen Möglichkeiten, die dem Verbraucher noch verblieben sind, Waren zu bezahlen, ohne dass ihm dafür eine Gebühr entsteht. Gestützt werden die Studienergebnisse durch die anhaltend wachsende Nachfrage nach Bargeld. Laut der Europäischen Zentralbank beträgt das jährliche Wachstum in Europa bei Banknoten zurzeit 8,1 Prozent und bei Münzen 16 Prozent.
include("http://www.net-tribune.de/tags/contentads/01.php"); ?>Trotz der vorgeschlagenen Pläne zur Forcierung des elektronischen Zahlungsverkehrs sagten bei der ESTA-Studie 62 Prozent der befragten Europäer, dass sie auch künftig nicht auf die Barzahlung verzichten wollen. Von den acht an der Befragung beteiligten Ländern stehen die Deutschen der Barzahlung am offensten gegenüber. Schecks erfreuen sich bei den französischen Verbrauchern der höchsten Gunst, verglichen mit gerade mal ein Prozent in Großbritannien und Italien.
Nur sechs Prozent der Italiener favorisieren die Zahlung mit Prepaid-Zahlkarten, gefolgt von vier Prozent der Niederländer. In den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich votierten die Verbraucher am stärksten für den Erhalt des Bargelds.