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27. Juli 2008
Politiker fordern rasche Einigung im Tarifstreit bei Lufthansa


Berlin - Angesichts des für Montag angekündigten Streiks bei der Lufthansa fordern Politiker die Tarifparteien zu einer raschen Einigung auf. So sagte der SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend der «Welt am Sonntag», viele Urlauber seien betroffen. «Man muss akzeptieren, dass in einem Arbeitskampf gestreikt wird. Aber es ist natürlich ärgerlich, dass weniger der Streikgegner getroffen wird, sondern Unbeteiligte.» Es werde zu Recht Diskussionen über den Streik geben, da «relativ wenige eine Infrastruktur lahmzulegen drohen», meinte Wend.

Auch der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Klaus W. Lippold (CDU), verlangt ein schnelles Ende der Auseinandersetzung. «Jede Möglichkeit, diesen Streik zu vermeiden, muss genutzt werden, nicht nur um die Bürger sicher in den Urlaub gelangen zu lassen, sondern auch um über ein klares Verhandlungsergebnis die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrtindustrie nicht zu schädigen», sagte Lippold derselben Zeitung. Die Mobilitätswirtschaft bedeute Zukunft für Arbeitsplätze: «Hier stehen wir in einem scharfen Wettbewerb. Das muss berücksichtigt werden.»

Der Haushaltsexperte der Unions-Bundestagsfraktion, Steffen Kampeter (CDU), forderte ebenfalls eine schnelle Mäßigung im Tarifstreit. Er warnte: «Wenn die Streiklust zunimmt, wird die Arbeitslosigkeit auch wieder steigen. Die Fluggesellschaften trifft es doppelt: nach dem Kerosinschock jetzt auch noch der Ärger bei den Lohnkosten.»






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