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27. Juni 2008
Spargel, Bohnen und Rüben vom Mars


Los Angeles - Der Boden in der Nähe des Nordpols des Mars ähnelt sehr stark dem der Erde. Dies ergaben erste Untersuchungen von Bodenproben durch die Marssonde «Phoenix». «Da ist nichts, was Leben ausschließen würde. Tatsächlich scheint es sogar sehr freundlich zu sein. Da ist nichts Giftiges», erklärte am Donnerstag Samuel Kounaves von der Universität Tufts. Der Boden sei wie der auf der Erde, nur ohne organische Stoffe. Auf der Erde könnten dort sehr gut Spargel, grüne Bohnen und Rüben gedeihen.

Die Erkenntnisse lassen die Forscher hoffen, dass sie in dem Boden doch noch Spuren von Leben finden. Die Suche nach Hinweisen auf früheres Leben auf dem Mars ist die Hauptaufgabe der Sonde «Phoenix», die vor einem Monat auf dem Roten Planeten gelandet war. Bislang fanden sich aber noch keine Spuren von Kohlenstoff, der als Grundbaustein von Leben gilt. In der vergangenen Woche hatte die Sonde Hinweise auf Eis direkt am Landesplatz entdeckt.

Die Wissenschaftler gehen allgemein davon aus, das flüssiges Wasser, eine stetige Energiequelle und organische, kohlenstoffhaltige Substanzen zu den Grundbedingungen von Leben gehören. Beim letzen Experiment von «Phoenix» wurde eine Bodenprobe auf Mineralien hin untersucht. Dabei wurde ein pH-Wert für den Boden zwischen 8 und 9 ermittelt, was bedeutet, dass der Boden basisch ist. Zudem wurden Magnesium, Natrium, Kalium und Chlor entdeckt.

«Dieser Boden hatte in der Vergangenheit Kontakt mit Wasser», sagte William Boynton von der Universität von Arizona. Noch sei es aber zu früh zu sagen, ob die gefundenen Mineralien Leben unterstützen könnten, sagte der Planetenforscher David Paige von der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Es seien noch viele offene Fragen zu klären.

 






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