Altdorf bei Nürnberg (Pressemitteilung) - Das malerisch in einer Seitenschlucht des Schwarzachtales gelegene Schloss Grünsberg bei Altdorf (Kreis Nürnberger Land) in Mittelfranken wird in Wort und Bild auf der Seite
www.stromerstiftung.de vorgesellt. Schloss Grünsberg geht auf eine Burganlage aus dem Mittelalter im 12. Jahrhundert zurück, die vermutlich an der Stelle eines ehemaligen Wehrturms gegen den Ungarneinfall von 985 entstand. Nachdem die Burg im 16. Jahrhundert mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde, wechselten sich Nürnberger Patrizierfamilien als Besitzer ab.
Die Erweiterung der Burg zu einer Schlossanlage erfolgte im Zeitraum von 1717 bis 1723 unter dem letzten Mitglied der Patrizierfamilie Paumgartner. Hierbei erhielt die Anlage auch ihre bedeutenden Stuckdecken.
Ab 1754 gehörte Burg Grünsberg der Nürnberger Patrizierfamilie Stromer von Reichenbach, die Gut und Burg im Jahre 2000 in eine gemeinnützige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts überführte, um dieses überregional bedeutende Denkmal für die Nachwelt zu erhalten und so weit wie möglich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
In Nachbarschaft von Schloss Grünsberg befinden sich die Sophienquelle, die größte gefasste barocke Quellanlage nördlich der Alpen, die ebenfalls von der "Stromerschen Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung" erhalten werden muss, die Schlucht Teufelskirche in einem Wald, der letztes Jahr in die FFH-Liste der EU als besonders schützenswert aufgenommen wurde und ein Naturlehrpfad, der voraussichtlich noch dieses Jahr im Sommer eröffnet werden wird.
Außerdem gehört zur Gesamtanlage eine barocke Zehntscheune, anschließend an einen Renaissance-Barockgarten mit ursprünglich sieben Terrassen, der heute als
Tierfriedhof Anubis betrieben wird.
Für die Instandsetzung von Schloss Grünsberg hat der bayerische Kunstminister Thomas Goppel insgesamt 660.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds der Denkmalpflege bewilligt. Für 2005 und 2006 wurde jeweils ein Zuschuss in Höhe von 330.000 Euro genehmigt. Der Entschädigungsfonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.
Die staatlichen Zuwendungen dienen der Instandsetzung von Dächern, Mauerwerk, Fassaden und Fenstern sowie der statischen Sicherung der Burg. Fachlich betreut werden die Arbeiten vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.
Insgesamt wird die Sanierung über 2 Millionen Euro kosten, wobei die Stiftung mehr als die Hälfte finanzieren muss. Der kleinere Anteil setzt sich zusammen aus Geldern aus dem Entschädigungsfond, der Landesstiftung, der ""Deutschen Stiftung Denkmalschutz"", dem Landkreis Nürnberger Land und der Stadt Altdorf.
Kontakt: Rotraut von Stromer-Baumbauer
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Stromersche Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung
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