
27. April 2006 15:50 Uhr
NetApp: "Boot-from-SAN für Windows"
München - Neues aus der iSCSI-Welt meldet der Dienstleister Network Aplliance (NetApp) mit der Unterstützung der iSCSI-Software "Boot-from-SAN" für Microsoft und der Qualifizierung für die neuen nativen iSCSI-Software-Stacks für Solaris 10 und Linux. iSCSI wird damit zu einer Protokollalternative für High-Density-Server und Abteilungs-Server unter Unix.
Daten- und Serverwachstum führt in Direct-Attached-Umgebungen schnell zu einem Management-Albtraum, da Backup/Recovery, Skalierbarkeit und Bereitstellung immer schwieriger zu handhaben sind. Besonders ernst ist die Lage in Umgebungen mit zahlreichen kleineren Servern. Sobald die Bedeutung dieser Applikationen für das Unternehmen zunimmt, wird eine herkömmliche Speicherstruktur die geschäftlich notwendige Verfügbarkeit nicht mehr erfüllen können.
"Es besteht enormes Interesse an iSCSI-Storage für High-Density-Server und Abteilungs-Server unter Unix. Native iSCSI-Host-Software und Booten aus dem SAN eröffnen iSCSI neue Möglichkeiten im Unix-Umfeld. Dies ist vergleichbar mit dem Nachfrageschub, den der native iSCSI-Support für Windows auslöste", erklärt Rich Clifton, Vice President und General Manager für Networked Storage bei NetApp.
Das Konsolidieren von Datenspeichern, insbesondere der Umstieg von lokalen Server-Speichern auf ein SAN, ist eine attraktive Option für Rechenzentren, da Storage im SAN zentralisiert und maximal ausgelastet wird. In Folge dessen enthalten die einzelnen Applikations-Server nur mehr eine kleine interne Festplatte zum Hochfahren des Betriebssystems und für die Applikationen. In High-Density-Server-Umgebungen sind somit Unmengen an internen Festplatten vorhanden. Ihr Management kann sehr umfangreich ausfallen, da die Software auf jeder einzelnen Platte regelmäßig zu patchen und zu aktualisieren ist.
Fällt die Boot-Disk weg, kann sich die Zuverlässigkeit und die MTBF (mean time before failure) jedes Servers beachtlich verbessern, da die anfälligste Komponente des Systems nun fehlt. Werden der Inhalt der Boot-Disk sowie Applikationscode und -daten im SAN gespeichert und Managementtechniken eingesetzt, können Komplexität und Verwaltung massiv verringert werden. Das Bereitstellen neuer Server wird dadurch extrem vereinfacht und praktisch risikolos. Bisher waren iSCSI-HBAs in jedem Server erforderlich, um iSCSI Boot-from-SAN unter Windows zu ermöglichen. Das Gros der Windows-iSCSI-Implementierungen nutzt jedoch den kostenlosen iSCSI-Treiber in Windows und die Server-Ports für Gigabit-Ethernet.
Die neue Fähigkeit der Microsoft iSCSI Software erlaubt Boot-from-SAN ohne iSCSI HBAs und erzielt vor allem in High-Density- und Blade-Umgebungen Skalenerträge, da die Beschaffung und Konfigurierung eines oder mehrerer iSCSI HBA für jeden Server und jedes Blade entfällt.
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