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"Blue Gene": IBMs Supercomputer unterstützt Suche nach dem Urknall
27. April 2005 - 17:10 Uhr

Stuttgart / Groningen - Die niederländische Astronomievereinigung "ASTRON" hat heute ein neues System zur Erforschung des Weltraums vorgestellt, dessen Herzstück ein IBM Blue Gene Supercomputer ist. Das System besteht aus einem Netzwerk von Radioantennen, dem so genannten "Low Frequency Array" (LOFAR), sowie dem IBM Supercomputer "Blue Gene", der im Rechenzentrum der Universität von Groningen in den Niederlanden aufgestellt wird.

Das Blue Gene System verknüpft und analysiert die riesigen Datenmengen, die es von den rund 25.000 Radioantennen des Netzwerks erhält. Dabei werden bis zu 800 Gigabit pro Sekunde berechnet, was etwa der Datenmenge von 800 CDs entspricht. Der Supercomputer nutzt dabei über 12.000 PowerPC Mikroprozessoren und nimmt eine Fläche von sechs Quadratmetern ein. "LOFAR" kann Signale aus über 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung "hören" - und lässt mit Blue Genes Auswertungen ASTRON in die Vergangenheit blicken. So sollen weitere Erkenntnisse über den Ursprung des Universums, den so genannten Urknall erhalten werden.

Mit einem Spitzenrechenwert von 27,4 Teraflops ist der IBM Rechner nach Linpack Benchmark künftig der schnellste Supercomputer Europas. Würde die Top500 Liste der schnellsten Supercomputer heute veröffentlicht, stünde diese IBM Installation in Groningen auf Platz vier. Das Blue Gene System soll 2006 in Betrieb genommen werden und von einem Konsortium bestehend aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen genutzt werden.



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