Tokio - Den japanischen Behörden gelang es einen Phisher dingfest zu machen, der mit selbstprogrammierter Spyware die Bankkonten seiner Opfer leer räumte. Insgesamt 11 Millionen Yen soll der 31-jährige Atsushi Takewaka zusammen mit einem Komplizen im Juli 2005 von Bankkonten der Mizuho Bank, eBank Corp und Japan Net Bank gestohlen haben.
Seine Masche: Er programmierte gemeinsam mit einem Freund ein Spionage-Programm, das er auf Software-CD-ROMs versteckte. Diese verschickte er anschließend an diverse Firmen. Spielten die Unternehmen die manipulierten CD-ROMs auf ihrem Computer ab, installierte sich die Spyware, die verdeckt operierend alle Online-Banking-Daten der Betroffenen ausspionierte. Takewaka hat die Taten gegenüber der Polizei bereits gestanden. Er brauchte Geld zum Leben, so seine Begründung.
"Spyware, die in der Lage ist Internet-Bankdaten auszuspionieren, ist auf dem Vormarsch. Daher ist es wichtig, dass jeder Internet-Nutzer entsprechende Gegenmaßnahmen ergreift", erklärt Graham Cluley, Senior Technology Consultant beim IT-Sicherheitsunternehmen Sophos, auf Anfrage von net-tribune. Es sei zwar ermutigend zu sehen, dass die Arbeit der Internet-Fahnder weltweit mehr Früchte trägt. Die aufgedeckten Taten seien aber nur die Spitze des Eisberges, so Cluley weiter.
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