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München - IT-Top-Entscheider finden sich zunehmend mit den klammen Budgets ab. Zwar hat die Kostenkontrolle auch 2006 weiterhin höchste Priorität, die Steigerung der Produktivität und der damit verbundenen Kostenreduzierung mit Hilfe der IT hat jedoch gegenüber dem Vorjahr an Gewicht verloren. Dies zeigt eine Exklusiv-Studie des IT-Wirtschaftsmagazin "CIO", an der 363 IT-Top-Manager teilnahmen.
Hielten 2005 mehr als 72 Prozent der IT-Top-Entscheider das Ziel Kostensenkung für entscheidend, so waren es in diesem Jahr nur noch knapp 60 Prozent. Die Frage, inwieweit IT auch Innovationen für das Unternehmen vorantreiben kann, wird hingegen zunehmend wichtiger: 38 Prozent der IT-Chefs bezeichnen diese Frage mittlerweile als einen wesentlichen Einflussfaktor - 2005 waren es gerade mal 30 Prozent. Vor allem die CIOs der kleineren Unternehmen setzen auf die IT, um Prozesse zu beschleunigen, während das Thema Kostenkontrolle bei den großen Unternehmen mit mehr als 2.500 IT-Mitarbeitern weiterhin höchste Priorität genießen wird.
IT-Manager verbringen zunehmend weniger Zeit mit strategischen Aufgaben: Rangierte die "strategische Planung" bei der Frage nach den Tätigkeiten, für die die CIOs die meiste Zeit aufwenden, im letzten Jahr noch ganz vorne, haben operative Aufgabengebiete nunmehr die Oberhand. Auf Platz eins der zeitaufwendigsten Tätigkeiten in diesem Jahr landeten mit rund 65 Prozent die "Hauptprojekte", dicht gefolgt von der "Optimierung von Geschäftsprozessen" mit 63 Prozent.
Übereinstimmung zu den Vorjahresergebnissen herrscht hingegen bei den Fähigkeiten, mit denen IT-Chefs erfolgreich sein können: Der CIO betrachtet sich viel mehr als Manager denn als Techniker. An erster Stelle steht daher mit 70 Prozent weiterhin das strategische Denken und Planen. 55 Prozent der Befragten stufen die Fähigkeit, Geschäftsprozesse zu verstehen, hoch ein, 54 Prozent legen Wert auf deren effektive Kommunikation und 51 Prozent erachten es für wichtig, Personal führen und motivieren zu können. Nur ein Fünftel hingegen sieht in technischem Verständnis eine wichtige Voraussetzung für die Karriereleiter.
Als großen Stolperstein, der ihre Arbeit behindert, beklagen 48 Prozent der befragten CIOs, zu wenig Zeit für die strategische Geschäftsplanung zu haben. Als zweitgrößtes Hindernis bezeichnen 45 Prozent die unrealistischen Erwartungen, die Nicht-IT-Kollegen an die IT stellen und die dem CIO das Leben schwer machen. Andererseits geben 45 Prozent der IT-Manager durchaus selbstkritisch zu, dass es ihnen selbst schwer fällt, den Wert von IT verständlich zu machen. Der Unmut über unangemessene Budgets ist im Vergleich zum Vorjahr zwar gestiegen, rangiert jedoch mit 32 Prozent weit hinter den Zeit- und Kommunikationsproblemen.
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