Armonk - Der Hardware-Konzern IBM hat Pläne für einen neuen speziellen Mainframe-Prozessor vorgestellt, der die System z9-Großrechner zu einer weiter optimierten Plattform für das Datenmanagement machen soll. Der System z9 Integrated Information Processor (zIIP) wird als Spezialprozessor Teile von Datenbank-Workloads verarbeiten und so allgemeine Rechenkapazitäten auf dem Mainframe frei machen. Der zIIP ist darauf ausgerichtet, die verfügbaren Ressourcen zu optimieren und kann dazu beitragen, die Software-Kosten für Business Intelligence, ERP, CRM und bestimmte andere Workloads zu senken.
"Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Daten- und Transaktionsverarbeitung, zahlreichen Synergieeffekten zwischen DB2 und dem Betriebssystem z/OS und umfassender Funktionalität zum Schutz von Daten sind die System z9-Mainframes als Plattform für das Datenmanagement geeignet. Der zIIP baut auf dieser Tradition auf und verstärkt die Datenmanagement-Fähigkeiten des Mainframes weiter", hieß es in einer Mitteilung von IBM. Indem Anwender ihre Daten auf Mainframes zentralisieren, können sie vor allem Sicherheitsrisiken reduzieren, die bei verteilten Systemen mit dem Versand temporärer Datensets und replizierter Dateien einhergehen. Zudem ist es einfacher, Audit-, Compliance-, und Business Recovery-Themen auf einer zentralen Datenplattform zu managen.
Bereits zuvor hatte IBM mit dem IFL für Linux und dem zAAP für Java-Workloads Spezialprozessoren eingeführt, die Unternehmen dabei unterstützen sollen, neue Workloads auf dem Mainframe zu betreiben. So waren im vierten Quartal 2005 über 60 Prozent der Einnahmen von IBM's Mainframe-Bereich das Resultat neuer Workloads - 1998 waren es nur 15 Prozent. IBM DB2 für z/OS V8 wird die erste Software sein, die vom neuen zIIP profitiert. Letzterer soll im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen.
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