Die Zahl der Studienanfänger ist nach Berechnungen der «Zeit» auf ein Allzeithoch gestiegen. Im aktuellen Wintersemester nahmen laut der Wochenzeitung 334.000 junge Menschen erstmals ein Studium auf, knapp 21.000 oder gut sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Zum ersten Mal seit fünf Jahren seien damit an deutschen Hochschulen voraussichtlich wieder mehr als zwei Millionen Studenten eingeschrieben.
In vielen Bundesländern ist das Wachstum bei den Studienanfängerzahlen laut der Zeitung zweistellig. Besonders zugelegt haben demnach etwa das Saarland (plus 18 Prozent), Hessen (plus 17 Prozent) und Hamburg (plus 10 Prozent). Auffällig sei, dass Länder mit Studiengebühren ebenso starke Zuwächse verzeichneten wie der Rest der Republik. Sogar einige Ost-Länder, die besonders unter dem demografischen Wandel leiden, melden dem Bericht zufolge steigende Erstsemester-Zahlen, Brandenburg zum Beispiel, aber auch Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Die Zahlen hat die «Zeit» nach eigener Aussage auf der Basis der Angaben der statistischen Landesämter ermittelt. Das Statistische Bundesamt will die offiziellen Zahlen am kommenden Montag bekanntgeben.
