Bonn (
www.ne-na.de) - Die Konvergenz von Sprache und Daten wird endlich Realität. Vor gut 10 Jahren schon visionär beschworen, steht der Übergang der Sprachkommunikation auf das Internet Protokoll

bevor. So geht Uwe Lepa, Business Development Manager bei
Cisco Deutschland, davon aus, dass die Vormachtstellung der klassischen TK-Anlagenhersteller in der heutigen Form nicht mehr bestehen bleiben könne. "Die Telefonie der Zukunft wird auf Datennetzen stattfinden. Statt umfangreicher Hardware, wird intelligente Software eingesetzt." System Integratoren würden damit eine wesentliche Rolle im TK-Geschäft spielen.
Greg Galitzine von der amerikanischen Zeitschrift "
Internet Telephony Magazine" räumt neuen Anbietern von IP-Telefonie große Chancen ein, erfolgreich mit den heutigen Marktführern der TK-Branche konkurrieren zu können. Aber auch die alte Telefonie-Welt rüstet sich für den Techniksprung in die Datenwelt. So habe sich AT&T erfolgreich positioniert, um den Verlust weiterer Marktanteile zu stoppen.
Das beste Beispiel für Unternehmen, die sich zum "Software-Lab" entwickelten, um die Migration der klassischen TK-Anlagen in die IP-Welt zu ermöglichen, ist der Telekommunikations-Anbieter
Alcatel. Und eben gerade diese hybriden TK-IP-Anlagen sind zur Zeit der Wachstumstreiber für IP-Telefonie. Hier liegen die Zuwächse aktuell bei 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber ging der Verkauf der klassischen TK-Anlagen um 35 Prozent zurück. "Das Wachstum im IP-Telefonie-Segment zeigt, dass die Hersteller nun gelernt haben, die Vorteiler dieser Systeme bei der Skalierbarkeit wie auch ihre hohe Zuverlässigkeit gegenüber den Kunden zu argumentieren. IP ist jetzt mehr als nur ein Nischenmarkt", so die Feststellung von Matthew Ball, Marktforscher bei Canalys.
In Deutschland ist dabei vor allem die Finanzbranche Vorreiter bei Voice over IP (VoIP). Den Schlüssel zum Erfolg verorten Branchenexperten vor allen Dingen bei den Betreiberkonzepten über Managed Services: "Bei diesem Konzept zahlt die Bank lediglich einen bestimmten Betrag pro Monat an einen Dienstleister, der Hard- und Softwarekosten, Installation, Monitoring, Wartung und Betrieb übernimmt. Es fallen keine Anfangsinvestitionen an, die Bank muss keine Ressourcen bereitstellen", erläuter
Nextiraone-Chef Helmut Reisinger. Sein Unternehmen hat sich auf die neue Telekommunikationsstruktur spezialisiert.