Bad Homburg - Der Markt für Sprachtechnologie ist aus der Hype-Phase herausgetreten und hat den Boden der wirtschaftlichen Realität erreicht. Dies ist eine Kernaussage des aktuellen "Hype Cycle for Emerging Technologies", die das Marktforschungsunternehmen Gartner vorgestellt hat. "Die Technologie hat den für den kommerziellen Einsatz notwendigen Reifegrad erreicht und die Phase der überzogenen Erwartungen ist vorbei. Mittlerweile weiß der Markt sehr genau um die Produktivitätsvorteile von Sprachdialogsystemen in ganz bestimmten Anwendungen", erläutert Christoph Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender der auf Sprachtechnologie spezialisierten Clarity AG.
Zum gleichen Ergebnis kommt auch die Marktforschungsgesellschaft Frost & Sullivan: "Die Märkte für Sprachtechnologie und Sprachlösungen kommen aus der Frühphase und treten in die Phase des Masseneinsatzes ein", heißt es in einem aktuellen Analyse-Papier der Auguren. Für die Zukunft betrachtet Frost & Sullivan die Verbreitung von Sprachtechnologie als einen sich selbst verstärkenden Prozess: Die zunehmende Verbreitung lässt immer mehr Nutzer die Vorteile erkennen, erhöht die Nachfrage und führt bei den Anbietern zur verstärkten Einführung von Sprachdialogsystemen. Durch Standardisierung, fallende Preise und die steigende Leistung der Sprachsoftware wird diese Entwicklung beschleunigt.
"Alle großen Marktforschungsinstitute stimmen darin überein, dass Sprachtechnologie unmittelbar vor einem erheblichen Wachstumsschub steht", kommentiert Pfeiffer. Als Grund dafür wird unisono die technische Reife genannt, die die entsprechende Marktreife nach sich zieht, hat Pfeiffer analysiert. Die Marktbeobachter von Datamonitor erwarten, dass der europäische Markt für Sprachsysteme im Jahr 2008 die Marke von 1 Milliarde Dollar überwinden wird.
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