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Salesforce-Chef Benioff attackiert SAP und Microsoft
26. Oktober 2004 - 11:30 Uhr

Hamburg - Der Gründer und Vorstandschef des US-Softwareunternehmens Salesforce.com, Marc Benioff, hat die beiden Platzhirsche SAP und Microsoft in einem Interview mit dem Online-Magazin SPIEGEL ONLINE scharf kritisiert. Beide Unternehmen hätten es versäumt, ihre Strategie auf das Internet auszurichten und böten veraltete Software an.

Im Hinblick auf die Konkurrenz aus Walldorf sagte Benioff: "SAP [...] hat in den letzten fünf Jahren weniger für Kunden und Innovation getan als irgendein anderes Unternehmen. Deren große Erfindung ist es, ihre Software SAP R3 in mySAP umbenannt zu haben, mehr nicht." SAPs Software für Kundenbeziehungsmanagement (CRM) werde aufgrund ihrer schlechten Qualität praktisch von keinem Anwender ernsthaft genutzt. "Nicht mal SAPs eigene Verkäufer nutzen es. Wir wissen, dass einige Leute von SAP stattdessen heimlich unsere Software laufen lassen . die haben einen falschen Firmennamen und lassen das über ihre Kreditkarte laufen", so Benioff.

Auch der im US-amerikanischen Redmond ansässige Softwarekonzern Microsoft bekam sein Fett weg. "Wenn sie deren Kundenbeziehungssoftware verwenden wollen, dann [...] müssen Sie alles kaufen, was die herstellen. Und es läuft nur mit Microsoft PCs und Servern, mit nichts anderem", kritisiert der Salesforce.com-Chef. Ein Großteil von Microsofts Programmen, wie die Datenbankapplikation Access, seien entwickelt worden, bevor das Internet existierte. Entsprechend seien die Produkte Redmonds hoffnungslos veraltet.

Das Nachsehen habe der Kunde, so Benioff: "Viele von denen haben von den Microsofts und SAPs lange Zeit gesagt bekommen: Wir haben alles im Griff, macht Euch keine Sorgen, wir geben euch Deckung. In den meisten Fällen sind diese Kunden belogen worden."



Samstag, 22. Nov. 2008







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