
26. August 2008
Journalistenverband zieht negative Olympia-Bilanz
Berlin - Wegen Einschränkungen der Pressefreiheit hat der Deutsche Journalisten-Verband ein negatives Fazit der Olympischen Spiele in China gezogen. «Das waren Olympische Spiele der Presseunfreiheit und Zensur», erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken in Berlin. Trotz der Garantie freier Berichterstattung seien die Arbeitsmöglichkeiten der rund 25.000 internationalen Journalisten immer wieder eingeschränkt worden.
Kritische, freie und ungehinderte Berichterstattung sei nicht möglich gewesen. Die Pekinger Spiele gingen als «die Olympiade der Unfreiheit in die Annalen des internationalen Sports ein», erklärte Konken. Schuld daran habe auch das Internationale Olympische Komitee (IOC): «Es war erschreckend zu sehen, mit welcher Gleichgültigkeit die IOC-Verantwortlichen über die Kritik der Weltöffentlichkeit an den Zensurversuchen der chinesischen Behörden hinweggegangen sind.»

|
|
|