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26. August 2008

Wahlparteitag der US-Parteien



Frankfurt - Die wichtigste Aufgabe der alle vier Jahre zusammentretenden Wahlparteitage (National Conventions) von Demokraten und Republikanern in den USA ist die Nominierung der Kandidaten für das Amt des Präsidenten und des Vizepräsidenten. Die Delegierten verabschieden außerdem ein Wahlprogramm, die sogenannte Plattform, in der die Grundzüge der Politik für die nächsten vier Jahre dargelegt werden und die auf den Präsidentschaftskandidaten zugeschnitten ist.

Ferner werden eine neue Parteiführung gewählt und sonstige Parteiangelegenheiten erledigt, was jedoch weitgehend in den Hintergrund tritt. Traditionell hält die Oppositionspartei ihren Parteitag zuerst ab - in diesem Jahr also die Demokraten. Die über 4.300 Delegierten kommen vom 25. bis 28. August in Denver im US-Staat Colorado zusammen. Der Parteitag der Republikaner mit knapp 2.400 Delegierten folgt eine Woche später vom 1. bis 4. September St. Paul im Staat Minnesota.

Die meisten Delegierten sind bei den Vorwahlen in den einzelnen Staaten gewählt worden. Sie verteilen sich entsprechend der Ergebnisse der einzelnen Bewerber bei den Vorwahlen. Daneben gibt es noch sogenannte Superdelegierte. Das sind nicht gewählte, sondern von der Parteiführung ernannte Parteitagsteilnehmer, die anders als die anderen Delegierten ihr Stimmrecht frei ausüben können. Sie spielten in diesem Jahr bei der Entscheidung über den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten eine wichtigen Rolle.

Für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten ist die absolute Mehrheit der Delegiertenstimmen notwendig. Senator Barack Obama von den Demokraten sicherte sich die Mehrheit gegen seine innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton erst in den letzten beiden Vorwahlen Anfang Juni nach einem langen und mit harten Bandagen geführten Vorwahlkampf. Dabei gaben die Superdelegierten den Ausschlag, die sich mehrheitlich hinter Obama stellten. Bei den Republikanern holte sich Senator John McCain bereits Anfang März in den Vorwahlen seiner Partei die Mehrheit.

Die formelle Nominierung des jeweiligen Präsidentschaftskandidaten und dessen anschließender Auftritt mit der ganzen Familie vor dem Parteitagsplenum muten eher wie eine Karnevals- denn eine politische Veranstaltung an. Ein Regen von Luftballons in den Nationalfarben blau, weiß und rot gehört ebenso dazu wie Konfetti oder Transparente, die mit dem Namenszug des Kandidaten oder mit dessen Bild versehen sind.






 

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