Ihr Standort: Home -> News
  


26. Juni 2008
(Update) - Endlich wieder mehr Babys in Deutschland


Wiesbaden - Deutschlands Bevölkerung schrumpft weiter, aber es gibt Hoffnung auf eine Trendwende: 2007 erblickten erstmals seit zehn Jahren wieder mehr Babys das Licht der Welt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, wurden 685.000 Kinder lebend geboren wurden, 12.000 oder 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Weil aber auch wieder mehr Menschen starben und gleichzeitig zu wenig aus dem Ausland zuzogen, um das Defizit auszugleichen, sank die Einwohnerzahl um rund 97.000 auf 82.218.000.

Seit der Wiedervereinigung gibt es in Deutschland in jedem Jahr mehr Sterbefälle als Geburten. Bis zum Jahr 2002 wuchs die Bevölkerung aber mit Ausnahme des Jahres 1998 dennoch, weil der Zuwanderungsüberschuss immer höher war als das Geburtendefizit. Seit 2003 geht die Einwohnerzahl aber wegen des geringen Zuwanderungsüberschusses zurück.

Auch 2007 konnte das Geburtendefizit nicht mit Zuwanderung ausgeglichen werden, obwohl die Zahl der Geburten erstmals seit 1997 wieder stieg. Gleichzeitig nahm aber auch die Zahl der Sterbefälle wieder leicht um 0,7 Prozent auf 827.000 zu. Somit starben 2007 etwa 142.000 Menschen mehr als geboren wurden. Ein Jahr zuvor hatte das sogenannte Geburtendefizit allerdings sogar noch um etwa 7.000 Personen höher gelegen.

Rund 97.000 Einwohner weniger

Dem Geburtendefizit von 142.000 Personen stand 2007 lediglich ein Zuwanderungsüberschuss von 44.000 Personen gegenüber. Insgesamt zogen 680.766 Menschen nach Deutschland, 574.752 davon waren Ausländer, gleichzeitig kehrten aber 636.857 Menschen Deutschland den Rücken, 161.105 davon waren Deutsche. Somit lag der Wanderungsüberschuss nur noch bei rund 44.000 - 2001 hatte er noch bei knapp 273.000 gelegen. Immerhin war der Überschuss 2007 aber wieder fast doppelt so hoch wie im Vorjahr, als er gerade mal 22.800 erreicht hatte.

Somit verlor Deutschland im vergangenen Jahr weitere rund 97.000 Einwohner: An Silvester 2007 lebten rund 82.218.000 Menschen in Deutschland, 0,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der Bevölkerungsrückgang betrifft vor allem die Ostländer, die 2007 gegenüber dem Vorjahr 107.000 Einwohner oder 0,8 Prozent weniger zählten, während im Westen insgesamt die Bevölkerungszahl weitgehend konstant blieb. Aufgeschlüsselt nach Westländern gingen die Einwohnerzahlen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Bremen zurück. Zuwächse verzeichneten dagegen Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein sowie die Stadtstaaten Berlin und Hamburg. In Hessen blieb die Bevölkerung nahezu konstant.

Deutschland weiter dicht besiedelt

Trotz des Bevölkerungsrückgangs sieht der Demographieexperte Gerd Bosbach aber keinen Grund zur Beunruhigung. «Wenn das in dieser Geschwindigkeit weitergeht, dann besteht überhaupt keine Gefahr», sagte er der AP. Generell bedeute ein Bevölkerungsrückgang für Deutschland nicht automatisch eine Bedrohung: «Wir bleiben immer noch ein dicht besiedeltes Land, dichter besiedelt als zum Beispiel Frankreich.»

Zudem verweist Bosbach darauf, dass sich solche Kennzahlen auch schnell ändern können. Zwar entwickelten sich Sterbe- und Geburtenzahlen im Regelfall etwas langfristiger, außer wenn es zu Strukturbrüchen komme wie etwa nach der Wiedervereinigung im Westen. Dafür seien aber die Zuwanderungszahlen sehr viel flexibler. Das zeigt auch ein Blick auf die Statistiken: So lag etwa 1996 der Wanderungsüberschuss bei rund 282.200, ein Jahr später nur noch bei rund 94.000. 1998 sank er nochmals auf rund 47.000, um dann 1999 wieder auf rund 202.000 zu schnellen.






Anzeige:


 
 



* kostenlos, 2x täglich
 

Google

Noch ein Kriegskanzler ?

frage : Erhöter Luftdruck.

Hoffnungsschimmer der Gerechtigkeit

AW: Unfassbar!!!!!!!!!!

AW: Hartz IV ist eine Schande

Heldentod

Ein

Es gibt günstigere Mittel

Unfassbar!!!!!!!!!!

Interessanter Beitrag


- Anzeige -

 


- Anzeige -

 

Copyright by net-tribune | Impressum | Optimiert für 1024 x 768 pxl Top