Home Aktuell Politik Gesellschaft IT & Computer Telekom & Handy Science Sport Kultur Verschiedenes
Newsletter
Ihr Name:

Ihre E-Mail:






Top-Stories
Fall Kurnaz: Steinmeier bekräftigt seine Haltung
CDU-Brandenburg: Junghanns vs. Petke - 1:1 Unentschieden!

Vorwurf: Banken verschleiern Kreditzinsen systematisch!

Satire
Stoiber gegen den Rest der Welt
Geht's noch? Super-Nannys sollen in Deutschland aufräumen
Wenn sich Promis gegenseitig "anpissen"

Pressemitteilungen
Schülerstempel - Zeit sparen im Unterricht
Modellbahngrundstücke zu Gunsten der Kindernothilfe versteigert
Faire Gesprächsführung: Entscheidungs- und Handlungsfreiheit der Gesprächspartner
Machenschaften der Pharmaindustrie entlarvt
Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann entlarvt die Lügen der Fastenmaffia
Spitzenverkaufsleistung durch Selbstmotivation
Stadtgespräch in Hannover: Der Maharishi Friedenspalast
Webdesign aus Berlin mit einzigartigen Website Kostenrechner
Anzeige :

Mobilfunk: Billiganbieter drücken die Preise
26. Mai 2005 - 13:59 Uhr

München - Die Preise für die Mobiltelefonie sind weiter auf den Sinkflug. Und das Dank den Mobilfunkanbietern, die kein eigenes Netzwerk unterhalten. Sie sorgen für Bewegung im gesamten Mobilfunkmarkt und könnten die Mobilfunk-Tarife sogar um bis zu 30 Prozent senken. So lautet die Einschätzung der Marktforscher von Steria Mummert Consulting.

In Dänemark hat die Präsenz der virtuellen Netzbetreiber bereits für einen Preisrutsch von 40 Prozent gesorgt. Die Billiganbieter zwingen die großen etablierten Netzbetreiber zum Umdenken. Derzeit glauben drei Viertel der Entscheider deutscher Mobilfunkcarrier, die Kundschaft entscheide sich aufgrund der Bekanntheit der Marke und des Images. Nur zwei von fünf der befragten Fach- und Führungskräfte sind der Ansicht, die Kunden lassen sich vor allem mit günstigen Tarifen locken. In diese Lücke stoßen neue Discountanbieter wie Tchibo, die erfolgreich mit niedrigen Tarifen Marktanteile erobern.

Der Handymarkt ist nahezu gesättigt. Rund 72 Millionen Nutzer zählen die deutschen Mobilfunkbetreiber im Januar 2005. Die neuen, virtuellen Netzbetreiber wie Tchibo haben jedoch mit ihren Niedrigpreiskonzepten erhebliche Potenziale, die deutsche Mobilfunklandschaft tief greifend zu verändern, so die Einschätzung der Marktforscher. Sie setzen weitestgehend auf niedrige Tarife oder bieten maßgeschneiderte Angebote für spezielle Zielgruppen. Die großen etablierten Netzbetreiber sind gleichzeitig immer noch der Ansicht, ihre Kunden vor allem über die Marke oder die hohe Netzverfügbarkeit zu binden.

75 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte bei Mobilfunkcarriern glauben beispielsweise, Kunden würden aufgrund der Bekanntheit der Marke zu ihrem Unternehmen wechseln. Immerhin noch 70 Prozent halten die Netzabdeckung für einen Wechselgrund. Nur 37,5 Prozent der Entscheider rechnen damit, dass sich der Kunde aufgrund der Preise und günstigen Tarife für einen anderen Anbieter entscheidet.

Die neuen Anbieter greifen jedoch genau hier an. Lange Zeit war Tchibo mit einem einheitlichen Minutenpreis von 35 Cent eine günstige Alternative zu T-Mobile & Co. Doch selbst der Kaffeeröster hat mit Schwarzfunk und SIMply zwei neue, günstigere Konkurrenten bekommen. SIMply bietet zu bestimmten Zeiten Telefonate ins Festnetz für einen Cent an. In Europa buhlen derzeit 20 virtuelle Mobilfunkbetreiber um die Gunst der Kunden. Die Hälfte setzt dabei auf günstige Preise, die andere Hälfte geht mit Spezialangeboten für bestimmte Zielgruppen auf Kundenfang.

Während die großen Mobilfunkunternehmen den Markt aus ihrer Marktführerschaft beobachten und gegebenenfalls mit eigenen Billigmarken auf den Markt kommen, stellen die kleinen Betreiber ihre Netze gerne zur Verfügung. Beispiel Tchibo: Obwohl die virtuelle Kaffeebohne im Display blinkt, telefonieren die Kunden real über das Netz des kleinsten deutschen Netzbetreibers O2. Die kleinen Mobilfunkcarrier sehen in den virtuellen Netzbetreibern eine Chance, schneller zu wachsen. Die Netze sind schließlich vorhanden und jeder neue Nutzer hilft, die Infrastrukturen wirtschaftlicher zu betreiben.

Durch die Auslastung der bestehenden Netzwerkkapazitäten sind auch weitere Investitionen in die Netze verstärkt gesichert. Andererseits - so zeigt die Erfahrung aus dem Ausland - führen niedrige Preise auch zu steigender Nutzung der Mobiltelefone und sorgen wiederum für mehr Umsatz.



Webtipps
Freitag, 09. Januar 2009







Copyright by net-tribune.de / Powered by DGIC